Beste Lage für die Pendler . Mit den Öffis nach Wien zum Job zu fahren ist günstiger, als in der Bundeshauptstadt wohnen und arbeiten.

Von Daniel Lohninger und Maria Prchal. Erstellt am 01. August 2017 (05:41)
NÖN
NOEN, NÖN

Wer in Wien arbeitet und in St. Pölten wohnt, lebt billiger, als wenn er in Wien leben würde – zumindest, wenn er mit dem Zug fährt. Was viele Pendler schon wissen, bestätigt nun eine Studie des Online-Portals „Cuponation“. Dieses vergleicht die Wohnsituation in Wien, Graz und Salzburg mit jeweils acht bis neun Städten im Umkreis von 30 bis 135 Kilometer. Dabei wurden die Mieten, die Anfahrtszeiten und -kosten erhoben. Ein deutliches Ergebnis: Gerade wer in Wien arbeitet, spart, wenn er nicht in der Bundeshauptstadt wohnt. Kostet eine Wohnung mit 70 bis 80 Quadratmetern in Wien durchschnittlich 1.127,31 Euro pro Monat, zahlen die St. Pöltner für die gleiche Wohnstätte nur 725,15 Euro Miete.

Wer mit dem Auto fährt, macht Vorteil zunichte

Wer allerdings mit dem Auto ins rund 65 Kilometer entfernte Wien fährt, macht den Vorteil gleich wieder zunichte. 631,01 Euro betragen die Fahrtkosten pro Monat. Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel sind deutlich billiger unterwegs: Sie kommen auf nur 142,08 Euro im Monat. Billiger ist hier nur Wiener Neustadt, von wo aus man um 129,33 Euro pro Monat pendelt.

Die Studie führt als großes Plus für den Standort St. Pölten auch an, dass man mit Öffis schneller in Wien ist als mit dem Auto. Nur ungefähr die Hälfte der Zeit braucht, wer mit dem Zug fährt.

Möglichst geringe Kosten für Mieten und Öffis sowie wenig Zeit für das Pendeln sind aber nicht die einzigen Faktoren, die für Menschen bei der Wahl ihres Wohnstandortes entscheidend sind, betont man bei „Cuponation“.

Das sieht auch Rathaussprecher Martin Koutny so, der sich über die Ergebnisse der Erhebung freut: „Die Studie bestätigt, dass sich die Stadt in die richtige Richtung entwickelt und St. Pölten rechtzeitig die richtigen Weichen gestellt hat.“ Anders als in vielen Orten und Städten in unmittelbarer Wiener Umgebung sei das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Landeshauptstadt in Ordnung – und das trotz optimaler Infrastruktur. Man müsse auch bedenken, dass St. Pölten in zunehmendem Ausmaß zur Einpendlerstadt werde: So fahren derzeit täglich etwa 40.000 Menschen in die Stadt, während nur 8.000 St. Pöltner auspendeln. „Bei mehr als 60.000 Arbeitsplätzen in der Stadt könnten wir unseren eigenen Arbeitskräftebedarf gar nicht aus der Stadt selbst decken“, so Koutny.

Ein strategischer Vorteil der Traisen-Metropole sei die rasche Anbindung an Linz – den zweitgrößten Ballungsraum Österreichs, der mittlerweile in weniger als einer Stunde erreichbar ist. „Bedenkt man dann auch noch die gute Mischung aus Urbanität und Natur, dann sind das sehr viele exzellente Argumente für St. Pölten als Stadt zum Leben“, betont Koutny.

Die gesamte Studie findet ihr hier: https://www.cuponation.at/kosten-beim-pendeln

 

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