Kohlmeise auf Platz 1 in St. Pölten. Bei Zählung landete sie vor Feldsperling und Spatz. Zahl der Grünfinken ist für BirdLife „besorgniserregend“.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 29. Januar 2020 (05:36)
Die Kohlmeise wurde bei der „Stunde der Wintervögel“ auch in St. Pölten am häufigsten gezählt.
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Zur Vogelzählung in einer Winterstunde hatte BirdLife Österreich aufgerufen. Die Kohlmeise sichteten die 361 Teilnehmer in der niederösterreichischen Landeshauptstadt dabei am öftesten. Sie landete auf Rang ein, was auch den bundesweiten Trend widerspiegelt. Feldsperling und Spatz komplettieren wie in Österreich die Top drei in St. Pölten.

Als „besorgniserregend“ bezeichnet BirdLife-Geschäftsführer Gábor Wichmann die Lage der Grünfinken. Die Zahl habe sich drastisch reduziert. Verantwortlich dafür ist eine für die Grünfinken tödliche Parasitenkrankheit (Trichomoniasis), die seit 2013 an den Vögeln festgestellt werden kann.

Aber auch insgesamt wurden Anfang 2020 deutlich weniger Vögel gezählt als in den Jahren davor. Lediglich knapp 30 Tiere besuchten im Durchschnitt die 296 beobachteten Gärten in St. Pölten. Den Grund dafür sieht BirdLife im bisher weitgehend schneefreien Winter. Die Vögel finden auch außerhalb der Siedlungsgebiete genügend Nahrung.