Warten auf fixen Direktor. Wie lange das Schulzentrum Eybnerstraße provisorisch geführt wird, ist unklar. Die Grünen vermuten eine parteipolitische Entscheidung bei der Ernennung der Schulleitung.

Von Beate Steiner. Erstellt am 28. Februar 2018 (18:34)
 
NOEN, Gamsjäger

Das Schulzentrum Eybnerstraße (SZE), eine der größten Schulen der Landeshauptstadt, wird provisorisch geleitet. Wie lange noch, das wissen weder Lehrer noch Eltern und Schüler. Direktorin Sigrid Zöchling ist Anfang Dezember – nicht überraschend – in Pension gegangen, das Hearing von drei Bewerberinnen drei Monate vorher brachte für die Behörde kein eindeutiges Ergebnis. Weil im Jänner Landtagswahlen angesagt waren, habe man sich entschlossen, keine endgültige Ernennung vorzunehmen, sagte Bildungsdirektor Johann Heuras damals: „Das hätte als parteipolitische Entscheidung ausgelegt werden können.“

„Parteipolitik spielt keine Rolle“

Für das SZE wurde daher für dieses Schuljahr eine interimistische Leiterin bestellt. Und zwar nicht die bisherige Direktorin-Stellvertreterin, die Herzogenburgerin Margit Simon – weil sie eine der Bewerberinnen für den Direktorsposten ist. „Damit hätte man eine Präjudiz geschaffen“, meint Heuras.

Die Landtagswahlen sind geschlagen, das zweite Schulsemester hat begonnen – und damit die Vorbereitungen für das nächste Schuljahr. Und noch immer ist unklar, wer im SZE nächstes Jahr Entscheidungen treffen wird. Denn „Fragen zu einem laufenden Verfahren können aus rechtlichen Gründen nicht beantwortet werden“, stellt Fritz Lengauer, Pressesprecher von Johann Heuras fest. Und: „Eines ist sicher – es wird keine parteipolitische Entscheidung geben.“

Diese Aussage bezweifeln die niederösterreichischen Grünen: „Trotz bester Qualifikation, Erstreihung im Hearing, persönlichem Wunsch der Schüler- und Elternvertretung wird eine Pädagogin bei der Nachbesetzung vermutlich wegen mangelnder VP-Zugehörigkeit übergangen“, ärgert sich Klubobfrau Helga Krismer.