Fuchs und Hase nachts im Garten. Naturschutzbund möchte mit Hilfe von Hausbewohnern Vorkommen von Fuchs und Hase untersuchen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 16. August 2018 (05:00)
Symbolbild
Pixabay

Viel Verkehr und großteils verbaute Fläche – auf den ersten Blick ist die Landeshauptstadt kein sehr einladender Lebensraum für Tiere. Sieht man jedoch genauer hin, kann man Fuchs, Dachs, Steinmarder, Igel und einige mehr beobachten. Für die Aktion „Nachts in meinem Garten“ suchen der Naturschutzbund und der Fotofachhandel nun Night-Watcher, die Bilder ihrer Tier-Erlebnisse auf www.naturbeobachtung.at teilen.

„Unsere Aktion soll Aufschluss geben über die Anwesenheit der unterschiedlichen Säugetiere in unseren Siedlungen“, erklärt Dagmar Breschar vom Naturschutzbund. Derzeit sei es noch nicht möglich, sichere Aussagen darüber zu treffen, welche Tiere in St. Pölten anzutreffen sind. Prinzipiell inspizieren häufig Füchse oder Igel die Gärten. Aber auch Marder und Dachs schauen immer wieder vorbei. „Sind landwirtschaftliche Flächen in der Nähe, stehen die Chancen auf Feldhasen gut“, erklärt Breschar. In Obstgärten trifft man in der Nacht auch einmal Siebenschläfer an.

Tiere mit Obst an Fotostelle locken

Empfohlen für die Untersuchung werden Wildkameras. „Es sind schon ganz günstige geeignet. Gut wäre aber ein Infrarotblitz, der die Tiere nicht stört“, so Breschar. Die Kameras sollten leicht erhöht platziert werden, am besten dort, wo die Tiere durchwandern. „Stellen mit Fallobst sind gern besuchte Flecken“, weiß Breschar. Es sei auch möglich, die wandernden Tiere mit Katzenfutter und Obst an den Platz vor der Wildkamera zu locken.