Vize-Feuerwehrchef unter Quarantäne. Max Ovecka muss 14 Tage zu Hause bleiben, fühlt sich aber gesund und fit.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 20. März 2020 (19:55)
„Arbeiten an Haus und Garten in der Quarantäne geht nur, so lange ausreichend Material vorhanden ist“, sagt Vize-Feuerwehrkommandant Max Ovecka.
 
privat/Ovecka

„Am Montag war ich noch normal im 24-Stunden-Dienst, seit Donnerstag bin ich in Quarantäne“, sagt Max Ovecka.

14 Tage darf der Vize-Kommandant  der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt nicht außer Haus. Der Grund: Er war in Söll in Tirol eine Woche auf Skiurlaub. „Ich war der letzte Gast, der den ,Berghof‘ am Samstag verlassen hat“, erzählt er. Als dann Mitte der Woche Tirol unter Quarantäne gestellt wurde, hat er sofort die Corona-Hotline „1450“ angerufen.  „Der Amtsarzt hat sich dann bei mir gemeldet und ist mit mir einen Fragenkatalog zu meinem Aufenthalt und etwaigen Krankheitssymptomen durchgangen“, schildert er, dass er dann behördlich unter Quarantäne gestellt wurde. „Ich fühle mich aber bislang gesund und habe keinerlei Symptome“, beruhigt er. Auch seine Gattin Elisabeth, die von Beruf Krankenschwester ist, wurde unter Quarantäne gestellt.  Homeoffice sei für ihn in seiner Funktion als Feuerwehr-Vizechef fast nicht möglich. Im Haus mit Garten versuchen sich die beiden, die Zeit gemütlich zu machen, aber auch Arbeiten durchzuführen, die schon länger am Plan standen. „Das Haus wird vom Keller bis zum Dachboden aufgeräumt, ein wenig wird im Garten gearbeitet, sonst vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen, TV schauen  und Essen“, erzählt er.

privat/Ovecka

Was er ein wenig vermisst, ist, dass er seiner Leidenschaft, dem Laufen, derzeit nicht nachkommen kann. Dennoch erachtet er die von der Regierung angeordneten Maßnahmen für sinnvoll und notwendig.  „Die Gesundheit aller geht vor“, betont er. Er meint aber auch, dass bei allem Negativen, was die Corona-Krise mitbringt, „zumindest die Entschleunigung des Lebens ein kleiner Trost ist“. Jeder einzelne sei aufgerufen, seinen Beitrag zu leisten, damit das Land bald wieder zum Alltag, so weit möglich, zurückfinden könne. Wichtig sei es, dass die Bürger zusammenhalten. „Ich denke aber, Österreich macht das sehr gut und ist ein Vorzeigeland“, ist der Feuerwehrchef überzeugt.