Bahnübergang in St. Georgen soll entschärft werden. Heuer soll der Bau der B 20-Unterführung an der Ochsenburger Straße beginnen. Genauer Start ist noch nicht bekannt.

Von Erna Kazic. Erstellt am 16. Januar 2020 (06:05)
Symbolbild
APA (Archiv/dpa)

Wieder gab es einen Schwerverletzten beim unbeschrankten Bahnübergang in der Ochsenburger Straße – sein Pkw war mit einem Zug kollidiert (die NÖN berichtete). Und wieder gab es die Forderung nach rascher Umsetzung einer neuen Verkehrslösung an diesem neuralgischen Punkt.

Denn zwischen den Jahren 2000 und 2018 starben an dieser Kreuzung der B 20 mit der Ochsenburger Straße drei Menschen bei vier schweren Unfällen mit Personenschaden. Durchschnittlich ereignen sich in der Landeshauptstadt keine bis zwei tödliche Verkehrsunfälle im Jahr.

Als problematisch stuft auch Peter Trimmel vom Kuratorium für Verkehrssicherheit die Situation an der Kreuzung ein. „Maßnahmen für die Verbesserung sind notwendig und wurden in den vergangenen Jahren auch versucht“, so Trimmel.

„Natürlich gilt, je schneller, desto besser.“ Peter Trimmel, Kuratorium für Verkehrssicherheit

Die Unfallhäufung an dieser Stelle rüttelte die Verantwortlichen demnach schon vor Jahren auf. Die Stadt St. Pölten, das Land Niederösterreich und die ÖBB beschlossen, die Eisenbahnkreuzung durch eine Unterführung zu ersetzen. Die dafür notwendigen Grundstückseinlösungen waren Ende letzten Jahres abgeschlossen. Benötigt werden die Grundstücke für die Zufahrt zur Unterführung.

Baubeginn für die neue Verkehrsführung sollte im Frühjahr sein. Wann genau, das steht allerdings nicht fest. „Es gibt noch keine genauen Infos, wann mit dem Bau begonnen wird. Vermutlich nach dem Winterdienst“, so Gerhard Fichtinger vom NÖ Straßendienst. Erste Baumaßnahme wird die Eisenbahnbrücke sein, die unterführt werden muss.

Die Freigabe für die neue Verkehrslösung soll 2021 erfolgen. „Natürlich gilt, je schneller, desto besser. Allerdings kann es bei so einem großen Vorhaben zu Verzögerungen kommen“, weiß Peter Trimmel.