Touristen-Minus in der Stadt. Nach einem Anstieg 2016 verzeichnete St. Pölten im Vorjahr wieder weniger Übernachtungen. Ursache sind laut Magistrat Umbauarbeiten in wichtigen Betrieben.

Von Thomas Werth. Erstellt am 21. Februar 2018 (12:31)
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Durch das heuer eröffnete Motel 267 (Bild), das noch in Bau befindlicheHotel Alfred und durch sanierte Beherbergungsbetriebe erwartet sich die Stadt wieder eine Zunahme der Nächtigungszahlen.

Nicht nachhaltig war der Tourismus-Aufschwung in der Stadt. Dem erstmaligen Plus 2016 nach drei Jahren folgte 2017 wieder ein Minus. Die Zahl der Ankünfte sank von 72.102 auf 68.902 (-4,4 Prozent), die Zahl der Nächtigungen von 141.906 auf 137.695 (-3,0 Prozent).

Kein Abwärtstrend für Stadt

Die Stadt sieht aber keinen Abwärtstrend. Der Rückgang sei nämlich leicht erklärbar. „Einige Betriebe wurden im vergangenen Jahr renoviert, wodurch sie weniger oder gar keine Nächtigungen hatten“, erklärt Stadt-Sprecher Martin Koutny.

In Summe hätten diese Beherbergungsbetriebe in der Vergangenheit rund 5.000 Nächtigungen pro Jahr verzeichnet. „Rechnet man diesen Wert zu den 2017er-Zahlen hinzu, so ergäbe sich ein Plus sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Ankünften“, so Koutny. Daher könne trotz Minus für das abgelaufene Jahr eine positive Bilanz gezogen werden. „Schließlich ist uns die Ursache für den Rückgang bekannt“, so die Leiterin des Tourismusbüros Eva Prischl.

„Insgesamt kann für das Jahr 2017 eine positive Bilanz gezogen werden, weil die Ursache für den Rückgang bekannt ist.“ Eva Prischl, Leiterin des Tourismusbüros

Die Weichen für den nächsten Aufwärtstrend seien im vergangenen Jahr bereits gestellt worden, betont Prischl zudem: „Sanierte Beherbergungsbetriebe werden heuer den Betrieb wieder aufnehmen, durch die getätigten Investitionen ist dort sogar ein Nächtigungsplus zu erwarten.“

Prischl zählt auch auf zwei neue Projekte: „Das Motel 267 und das Hotel Alfred bringen zusätzliche Kapazitäten.“

Außerdem ist Prischl überzeugt, dass die Bewerbung St. Pöltens als Kulturhauptstadt 2024 in Partnerschaft mit dem Land den Tourismus im Zentralraum gehörig ankurbeln wird.