Hotels in Böheimkirchen erholen sich langsam. Die Hotellerie kämpfte sich nach Corona-Lockdown zurück zur alten Stärke.

Von Michael Fusko. Erstellt am 17. September 2020 (03:36)

Mit der Eröffnung von zwei Hotelbetrieben sind die Nächtigungen in Böheimkirchen von knapp 5.000 im Jahr 2016 auf über 21.000 im vergangenen Jahr in die Höhe geschossen. Vor allem für Firmen und Geschäftsreisen ist der Standort interessant. So haben 99 Prozent der Gäste im Ende 2017 eröffneten Nemetz-Motel beruflich in Böheimkirchen zu tun. Die Lage direkt im Betriebsgebiet ist dafür ideal.

"Viele Firmen kommen regelmäßig zu uns"

„Viele Gäste bleiben mehrere Nächte und nutzen am Abend auch das bis 21 Uhr geöffnete Bistro. Viele Firmen kommen regelmäßig zu uns“, erklärt Geschäftsführerin Monika Nemetz. Es stehen 20 Zimmer und ein neu adaptiertes Appartement mit 16 Betten zur Verfügung. Die Auslastung liegt bei 85 Prozent, wobei das Motel vor allem unter der Woche stark genutzt wird. „Wir waren innerhalb eines halben Jahres nach der Eröffnung gut gebucht. Der Lockdown war natürlich ein großer Einschnitt. Aber gerade die Geschäftskunden haben uns schon sehr bald wieder besucht“, freut sich Nemetz.

Das nach zwei Jahren Planung im Jahr 2018 errichtete Smart Liv’in-Hotel bietet neben 35 Zimmern auch zehn Studios, die mit eigener Küche eingerichtet sind. Die Kunden schätzen den kontaktlosen und flexiblen Check-in. Ein Einbruch der Auslastung schickte sechs Mitarbeiterinnen in die Kurzarbeit. Mit einem starken Internet-Auftritt geht es im Familienbetrieb jedoch wieder aufwärts. „Wir haben derzeit eine Auslastung von etwa 80 Prozent. Mit unserer Homepage in 15 Sprachen locken wir auch Durchreisende und Familien an. Außerdem pflegen wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit Schloss Thalheim, dem Refugium in Hochstrass oder auch der Tullner Messe“, erzählt Geschäftsführerin Ildiko Zoka. Besonderen Wert legen die Hotel-Betreiber auf Regionalität. „Eier, Wurst, Brot und vieles mehr kommen bei uns direkt aus der Umgebung“, betont Zoka.

Für Bürgermeister Johann Hell sind die Synergien in der Gemeinde erfreulich. Die rasant steigenden Nächtigungszahlen sind für ihn Auftrag für die Zukunft. „Wir wollen die touristischen Angebote weiter ausbauen. Bemerkenswert ist der positive Einfluss der Hotelbetriebe auf die Gastronomie im Zentrum.“