Traisenstrand-Idee sorgt für Diskussion. Kulinarik, Party oder Sport / Großes Interesse nach Exklusivbeicht bei Gastronomen. Knappe Mehrheit der NÖN.at-User für neues Projekt.

Von Daniel Lohninger und Thomas Werth. Erstellt am 16. Juni 2014 (07:59)
Eine der VP-Visionen für ein Gastro-Projekt am Traisenstrand. Grafik: VP
NOEN, Grafik: VP
Den Nerv vieler St. Pöltner getroffen hat die VP mit ihrer Initiative für eine Belebung des Traisenstrandes. „Wir hatten unzählige Rückmeldungen, auch von mehreren Gastronomen“, freuen sich Vizebürgermeister Matthias Adl und Stadträtin Ulrike Nesslinger. Großteils sei das Feedback überaus positiv gewesen.

„Gustiermeile“ ist Favorit der User

Die Idee, den Traisenstrand in der City zu beleben, sorgte auch auf der NÖN-Website für Hochbetrieb: Eine knappe Mehrheit der NÖN.at-User ist dafür, dass sich etwas ändert (884 von 1.754 Votes). 870 Stimmen gab’s hingegen für „Hände weg vom Traisenstrand!“.

Favorit der NÖN.at-User ist die Schaffung einer „Gustiermeile“ mit Schwerpunkt auf Genuss und Kulinarik (643 dafür) vor einer Mischung aus Party, Kulinarik und Sport (122 dafür). Eine Strandmeile wollen nur 21 User.



Vorsichtig abwartend reagiert die Stadt-Führung. „Die Voraussetzung für eine Umsetzung solcher Projekte sind detaillierte Konzepte. Immerhin geht es um ein Bauwerk im Überschwemmungsgebiet und die Traisen ist ein Bundesfluss“, führt SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker aus.

Die VP-Pläne seien „offensichtlich sehr unausgereift“ – wenn ein privater Investor das Projekt in Angriff nehmen würde, dann solle er es aber tun. Am ehesten vorstellen kann sich Gunacker ein Bauwerk ähnlich der Mur-Insel in Graz. Generell habe aber die Stadt viel in die Attraktivierung des Traisen-Naherholungsgebietes investiert.

Gespräche in den nächsten Wochen

Wenig von der Idee hält FP-Gemeinderat Peter Sommerauer. Er würde lieber Investitionen in das ehemalige Megafun sehen: „Dort gäbe es eine schöne Terrasse und das Ganze wäre für die Stadt auch leistbar.“

Die VP jedenfalls bleibt am Thema dran. In den nächsten Wochen werden Gespräche mit Gastronomen und Investoren geführt. Danach sollen die möglichen Standorte eingegrenzt und mit Unterstützung der Bevölkerung ein konkretes Projekt erarbeitet werden.