Neuer Seelsorger für die Polizeibeamten in St. Pölten. Lars Müller-Marienburg ist für die Polizisten zum Reden da. In die neue Aufgabe muss der Superintendent noch hineinwachsen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 13. Februar 2021 (03:10)
LPD NÖ/D. Höller

Superintendent Lars Müller-Marienburg ist nun auch Seelsorger für die Polizistinnen und Polizisten in ganz Niederösterreich. Seit Oktober ist er mit dieser zusätzlichen Aufgabe betraut. Langsam wächst er nicht nur in die dafür eigens angefertigte Polizeiuniform, sondern auch in die Polizeiseele hinein.

„Durch Corona läuft es erst langsam an“, bringt es Lars Müller-Marienburg auf den Punkt. Seine neue Aufgabe als Seelsorger erfordert viel Einfühlungsvermögen. Stück für Stück nähert er sich den Polizeibeamten. „Polizisten werden mehr Vertrauen aufbauen, wenn man sich als Seelsorger auch mit der Polizeimaterie auseinandersetzt“, so Müller-Marienburg. Abgesehen von religiösen Feierlichkeiten ist es dem Superintendenten in seiner neuen Funktion egal, welcher Religionsgemeinschaft der Trostsuchende angehört. Man müsse nicht immer über Gott reden.

Die Arbeit der Polizei sei jedenfalls fordernd, der Gesprächsbedarf groß. Gerade wenn die Polizei im Brennpunkt der Kritik ist, wie zuletzt bei den Abschiebungen. Müller-Marienburg dazu: „Die Mehrzahl der Polizisten wird das auch abstoßend finden, einige finden das sicher auch richtig. Das gehört leider zum Leben dazu, dass man manchmal auch in einem Dilemma ist.“