Leiner sperrt in St. Pölten vorläufig zu. Leiner-Stammfiliale am Rathausplatz in St. Pölten wird auf 2.000 m 2 reduziert. Neueröffnung nicht vor 2024.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:30)
Usercontent, Bernd Klug

Seit Montag darf der Handel wieder öffnen. Auch die Geschäfte in St. Pölten sperrten auf. Eines der ältesten blieb aber zu. Das Leiner-Stammhaus am Rathausplatz wird bis nach seinem Umbau nicht mehr öffnen.

111 Jahre gibt es Leiner schon am St. Pöltner Rathausplatz. Nun wird das Geschäft für einige Zeit seine Tore geschlossen halten. Die Fassade bleibt erhalten, dahinter wird das geplante Stadtquartier von René Benkos Signa entstehen. Hierfür sind der Zeitplan und auch die Gestaltung noch ungewiss. Dem Vernehmen nach befinden sich die Verhandlungen aber in einer entscheidenden Phase.

Für Rathausplatz beginnt neue Zeit

Die Schilder des Traditionsmöbelhauses mit den drei Schwänen wurden am Donnerstag abmontiert. Für einige St. Pöltner Passanten „eine neue Zeitrechnung“. Leiner bleibt aber auch im neuen Gewand am Rathausplatz erhalten, allerdings als modernes Küchenstudio mit 2.000 Quadratmetern Geschäftsfläche.

„Wir machen nicht mehr auf, der Lockdown hat die Abverkaufs-Maschinerie gestoppt“, erklärt Leiner/Kika-CEO Reinhold Gütebier auf NÖN-Anfrage. Die Mitarbeiter hätten schon lange Zeit gehabt, sich mit der neuen Situation zu beschäftigen. Untergekommen sind die Leinermitarbeiter in Filialen der Umgebung, wie Krems und Tulln. Einige sind nun auch bei Kika in St. Pölten untergekommen. Dort plant Gütebier Großes, denn dort wird auch umgebaut. „Der neue vergrößerte Kika wird dem Anspruch eines Leiner sicher gerecht werden. Es wird ein herausragendes Möbelhaus, das im gesamten deutschsprachigen Raum seinesgleichen sucht“, so Gütebier.