Der neue Lup steht in den Startlöchern. Zehn Jahre nach dem Start des Stadtbus-Systems ändert sich am 4. September einiges. Die neuen Betreiber sind gerüstet.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 29. August 2017 (05:45)
NOEN, Josef Vorlaufer
Am Ratzersdorfer See stellten Matthias Stadler (Vierter von links) und Wolfgang Schroll (rechts) die neuen Lup-Busse vor, zusammen mit Gerhard Seiler vom Verkehrsministerium, Bürgerservice-Leiterin Judith Zeidlinger, Vizebürgermeister Franz Gunacker, Werner Gumprecht von Dr. Richard sowie Sabine Zuklin-Pollany von Zuklin-Bus.

Das neue Lup-System nimmt am Montag, 4. September, Fahrt auf. Die 32 zusätzlichen Haltestellen sind errichtet, die 33 neuen barrierefreien Diesel-Busse von den Linien-Betreibern Dr. Richard und Zuklin-Bus betriebsbereit und die Bewerbungsgespräche mit den Bus-Chauffeuren abgeschlossen.

Ein Großteil wird von den bisherigen Betreibern ÖBB-Postbus und N-Bus übernommen, betont Werner Gumprecht von Dr. Richard.

377 Haltestellen im LUP-System

Anfahren werden die Busse dann insgesamt 377 Haltestellen. Das Digitale Fahrgast-Informationssystem (DFI) an den größeren Haltestellen wurde gegen ein neues getauscht. Das ist nicht nur auf dem neuesten technischen Stand, sondern bringt auch einen weiteren Vorteil für Öffi-Nutzer: Angezeigt werden künftig nicht nur Abfahrtszeiten von Lup-Linien, sondern auch von Regionalbussen – beim Uniklinikum und Hauptbahnhof gibt es zudem Ansagen für Sehbehinderte.

Keine Mehrkosten trotz Feiertags- und Sonntagsverkehr

3,4 Millionen Euro steuern Stadt, Bund und Land pro Jahr für den Lup-Betrieb derzeit bei – trotz Feiertags- und Sonntagsverkehrs erhöht sich dieser Betrag nicht. „Die rasche Entwicklung der Stadt und der Fahrgastzahlen macht das möglich“, erklärt VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll.

Der neue Lup sei ein Paradebeispiel dafür, wie man öffentlichen Verkehr weiterentwickeln könne. „Wichtig ist jetzt, dass die neuen Angebote genutzt werden“, betont Bürgermeister Matthias Stadler.