Innere Medizin 3 hat neue Leiterin. Spezialistin für Herzklappenerkrankungen Julia Mascherbauer folgt Harald Mayr nach.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 15. Februar 2021 (14:29)
Julia Mascherbauer übernimmt die Leitung der klinischen Abteilung Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten.
Universitätsklinikum St. Pölten

Im Dezember ging Harald Mayr in Pension, interimistisch übernahm Gunnar Gamper die Leitung Klinischen Abteilung für Innere Medizin 3 am Universitätsklinikum St. Pölten. Nun wurde Julia Macherbauer als neue Leiterin bestellt.

„Wir wollen hier Untersuchungen und Therapien anbieten, die in keinem anderen Klinikum

Niederösterreichs durchgeführt werden“, sieht Mascherbauer die Rolle ihrer neuen Abteilung. In enger Kooperation mit den kardiologischen Abteilungen und den niedergelassenen Ärzten will sie eine Versorgung der Bevölkerung auf höchstem Niveau sicherstellen. Gelingen soll dieses hohe Ziel mit den besten infrastrukturellen Einrichtungen und der besonderen Expertise, die an der Inneren Medizin 3 vorhanden sind. Die enge Zusammenarbeit mit den anderen klinischen Abteilungen am Universitätsklinikum wird St. Pölten zu einem Zentrum für interventionelle und minimalinvasive Behandlung von Patienten mit besonders komplexen Erkrankungen von Koronargefäßen, Herzklappen sowie fortgeschrittener Herzinsuffizienz. Durch eine Kooperation mit der Karl Landsteiner Privatuniversität sind auch zahlreiche wissenschaftliche Projekte auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene geplant, ebenso wie die Fortsetzung des Engagements in der Lehre und bei der Ausbildung der Studierenden.

25 Jahre dem Herz auf der Spur

Mascherbauer startete ihre berufliche Laufbahn vor 25 Jahren im AKH Wien in der Abteilung Kardiologie. Von Beginn an interessierte sie sich für Herzklappenerkrankungen. 2009 habilitierte sie sich an der Medizinischen Universität Wien zum Thema „Diagnostik und Therapie von Herzklappenerkrankungen und leitete in der Folge das Labor für Kardiale Magnetresonanztomographie der Abteilung. Es folgte eine jahrelange Tätigkeit an der Intensivstation, im Herzkatheterlabor und im Hybridoperationssaal.

 Ab 2018 leitete sie den Bereich der interventionellen Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen und Herzklappen. Unter ihrer Führung wurden erstmals zahlreiche neue Implantate in Österreich angewandt. Neben der klinischen Tätigkeit ist Mascherbauer seit vielen Jahren in den nationalen und internationalen kardiologischen Fachgesellschaften aktiv. Sie war von 2014 bis 2018 Vorstandsmitglied der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft und von 2018 bis 2020 im Vorstand der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft tätig. Hier war sie vor allem für die Agenden der jungen Kardiologinnen und Kardiologen und Frauen in der Kardiologie zuständig.