Studie zeigt gute Verträglichkeit von Wirkstoff nach Hirntumor-OP

Erstellt am 27. September 2022 | 15:31
Lesezeit: 3 Min
Gehirn Synapsen Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com/easyease
Team am Universitätsklinikum St. Pölten hat getestet, wie sich bestimmtes Anti-Epileptikum auswirkt. Es scheint weniger Nebenwirkungen zu haben als ähnliche Mittel.
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Hirntumor-Betroffene entwickeln manchmal während oder einige Tage nach der Operation epileptische Krampfanfälle. Eine Studie am Universitätsklinikum St. Pölten, Lehr- und Forschungsstandort der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, hat gezeigt, wie sich der neue Wirkstoff Levetiracetam (LEV) darauf auswirkt. Das Ergebnis ist vielversprechend. Normalerweise kann es bei der Gabe von Antiepileptika zu Nebenwirkungen kommen, zum Beispiel auf die kognitiven Fähigkeiten von Patientinnen und Patienten.

Das scheint bei LEV nicht der Fall zu sein, wie Elias Konrath, Doktorand an der Klinischen Abteilung für Neurologie des Universitätsklinikums St. Pölten mit seinem Team und Forschenden der Universitätsklinik für Neurochirurgie in St. Pölten herausgefunden hat. 

„Unsere Patientinnen und Patienten müssen oft schon allein durch ihre Tumorerkrankung Einbußen ihrer kognitiven Funktionen und damit ihrer Lebensqualität hinnehmen“, so Konrath. „Deshalb ist es uns umso wichtiger, dass wir weitere negative Effekte durch Anti-Epileptika ausschließen und den Patientinnen und Patienten versichern können, dass ihre kognitive Leistungsfähigkeit auf jeden Fall erhalten bleibt.“

43 Patientinnen waren in die Studie involviert, die seit 2016 gelaufen ist. Kontrollgruppe gab es keine, geben die Studienautorinnen und -autoren als Limitation an. Trotzdem sei die Studie ein wertvoller Beitrag zur bestehenden Literatur.

Originalpublikation: Perioperative levetiracetam for seizure prophylaxis in seizure-naive brain tumor patients with focus on neurocognitive functioning. E. Konrath, F. Marhold, W. Kindler, F. Scheichel, B. Popadic, K. Blauensteiner, B. Calabek, E. Freydl, M. Weber, R. Ristl, K. Hainz, C. Sherif & S. Oberndorfer. https://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fdoi.org%2F10.1186%2Fs12883-022-02762-7&data=05%7C01%7Cm.prchal%40noen.at%7C2c69901c86cb4d9deb2408da90a31704%7C4093489c69ef449ebdaedb90df56c72b%7C0%7C0%7C637981327437643001%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C3000%7C%7C%7C&sdata=fGF%2BgCO5a8q%2FU%2F63lct7PICUSI3zegkdpNC6xiB4WuM%3D&reserved=0

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