Kindgerechter Bau wird gefordert. Katharina Karner kämpft gegen eine angebliche Verkleinerung der Kinderabteilung.

Von Thomas Werth. Erstellt am 02. Oktober 2019 (03:22)
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Die Kinder- und Jugendabteilung übersiedelte von ihrem alten Standort (Bild) vorübergehend in das Haus A. 2024 soll das Haus D, in das sie dann hineinkommt, fertiggestellt sein.

„Stoppt die Einsparung auf Kosten der Kinder“, lautet eine Online-Petition, die sich vor dem Neubau der Kinder- und Jugendabteilung im Haus D an die Verantwortlichen für das Universitätsklinikum richtet. Vorübergehend befindet sich diese Abteilung im Haus A. Am alten Standort im Norden des Krankenhausareals wird das Gebäude geschleift. Danach wird das Haus D errichtet, in das die Abteilung übersiedeln wird.

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Katharina Karner initiierte die Petition gegen die Verkleinerung der Kinderabteilung.

Dort soll es zu zahlreichen Verschlechterungen kommen. Davon ist jedenfalls die Initiatorin der Unterschriftenliste Katharina Karner überzeugt. Die 26-jährige Lilienfelderin ist seit Monaten als Angehörige regelmäßig in der Kinder- und Jugendabteilung. Aus vielen Gesprächen habe sie von drohenden Verschlechterungen gehört. Demnach werde die Kinder- und Jugendabteilung kleiner ausfallen als am alten Standort.

Karner appelliert daher mit der Onlinepetition, die bis 24. November unterzeichnet werden kann, an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und deren Stellvertreter Stephan Pernkopf, dass die Anzahl der Betten und die bereits aufgebauten Spezialabteilungen und Spezialambulanzen erhalten bleiben, die Therapieangebote nicht eingeschränkt werden und die Stationszimmer ihre Größe behalten. „Kinder brauchen Platz, und die Eltern, die sie begleiten, ebenso“, weiß Karner.

„Derzeit laufen erst die Detailplanungen für die Neuerrichtung des Hauses D, dessen Fertigstellung 2024 geplant ist“, erklärt Spital-Sprecher Thomas Wallner. Der Schwerpunkt der Kinder- und Jugendabteilung im akuten Bereich werde auch dann zu 100 Prozent abgedeckt. „Die zukünftige Anzahl der Betten als auch die Therapieflächen werden natürlich dem aktuellsten medizinischen Stand der Entwicklung in der Kinder- und Jugendheilkunde entsprechen“, betont Wallner. Und er beruhigt: „Selbstverständlich wird es eine Übernachtungsmöglichkeit für Eltern geben.“

Hier der Link zur Petition:

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-die-einsparungen-auf-kosten-der-kinder?rt=petition%2Fonline%2Fstoppt-die-einsparungen-auf-kosten-der-kinder&direct=1