Hackschnitzelanlage stand in Flammen. Hackgut in Tank war große Herausforderung bei Löscharbeiten. Technischer Defekt als Brandursache.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 10. April 2021 (16:50)

Samstag, 2 Uhr morgens: Es brennt im Keller einer Kfz-Werkstätte. Die Bewohner des Gebäudes merkten selbst das Feuer und verständigten die Florianis.

Die Unter-Grafendorfer FF-Mannschaft rückte sofort mit schwerem Atemschutz aus. Die Hackschnitzelheizung war in Brand geraten. Die Bekämpfung des Feuers gestaltete sich nicht einfach, wie Kommandant Dominik Pfeffer erzählt; vor allem der Zugriff war schwierig: „Es gab nur eine kleine Wartungstüre und die Zugangsöffnung zur Förderschnecke.“ Die Feuerwehren Böheimkirchen, Mechters, Weisching, Maria Jeutendorf, Kapelln und Außerkasten kamen noch hinzu; überdies die Feuerwehr St. Pölten-Stadt mit einer Atemschutzfüllanlage.

Der Brand war nach rund zwei Stunden so weit als möglich unter Kontrolle, aber noch lange nicht gelöscht. Der Hackschnitzeltank war nämlich mit 20 Kubikmeter Hackgut befüllt und dieses gloste weiter. Eine Spezialfirma mit einem Pumpenwagen war von Nöten. Diese konnte aber erst um 10 Uhr vormittags kommen, sodass ein Teil der Feuerwehren bis dahin die Brandsicherheitswache durchführte, der Rest rückte einstweilen wieder ein. Als der Pumpenwagen vor Ort war, wurde auch die FF-Mannschaft wieder verstärkt. „Der komplette Tank musste ausgesaugt werden. Das Hackgut wurde dann gesichert andernorts abgelagert und dort gelöscht“, schildert Pfeffer.

Im Keller führten die Florianis Nachlöscharbeiten durch; gegen 14 Uhr konnte „Brand aus“ vermeldet werden. Am Nachmittag erfolgten noch die Aufräumarbeiten. Verletzt wurde niemand. Ein Brandermittler der Polizei eruierte als Brandursache einen technischen Defekt an der Förderschnecke der Hackschnitzelheizung.