Tennessee-Wirt will Mattersburger Stadion holen. St. Pöltner überbietet Angebot der Stadtgemeinde Mattersburg und plant für die nächsten neun Jahre neben Sportveranstaltung auch kleinere Konzerte.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 07. Mai 2021 (12:29)
privat/SV Mattersburg
 
Usercontent, Bernhard Fenz

„Die Entscheidung liegt jetzt beim Masseverwalter“, erklärt Valentin Kopatz der NÖN. Er hat diese Woche ein Angebot für das Pappelstadion gelegt, das jenes der Stadt Mattersburg um 10.000 Euro übertrifft. Deren Gemeinderat hatte den Kauf der Gebäude beschlossen und dafür 415.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das Grundstück, auf dem die ehemalige Heimstätte des SV Mattersburg steht, gehört der Stadt. Das sogenannte Superädifikat betreffend Vereinshaus, Tribüne, Kantine und Nebenanlage bis 2030 ist Teil der Konkursmasse des SV Mattersburg, die als Folge der Pleite der Commerzialbank jetzt unter den Hammer kommt.

Vom signierten Trikot über Medaillen bis zum Maskottchen gibt es auch für kleinere Brieftaschen etwas.

Pläne für Football, Yoga und Konzerte

Das Rennen um den Kauf des Pappelstadions sieht Kopatz gelassen: „Wenn das Stadion die Gemeinde bekommt, bin ich auch nicht böse.“ Pläne hat er dennoch schon ein paar. Er könne sich vorstellen, in Mattersburg eine neue Heimat für American Football Austria zu schaffen oder gar für Yogavereine. Dazu sollen auch acht klassische Veranstaltungen pro Jahr stattfinden können, wie kleinere Konzerte. Aber auch Fußballspiele der Bundesliga könne er sich weiterhin in Mattersburg vorstellen, schließlich verfüge das Stadion über eine Bundesliga-Lizenz.

Kopatz habe sich auch mit Mattersburgs Bürgermeisterin über seine Pläne unterhalten. „Wir haben für den Kauf des Stadions einen gültigen Gemeinderatsbeschluss, die Stadtgemeinde will nach wie vor das Pappelstadion erwerben. Nun liegt der Ball beim Masseverwalter“, so Ingrid Salomon. Der konnte bisher nicht erreicht werden.

Der St. Pöltner Wirt hat in der Zwischenzeit die Geschäfte seinem Rechtsanwalt übergeben. „Ich warte entspannt ab. Wenn ich das Stadion bekomme, bekomme ich jedenfalls in den nächsten neun Jahren viel Arbeit“, so Kopatz.