Masterplaner-Treffen: Die Vision für St. Pölten ist geschärft

Erstellt am 29. Mai 2022 | 06:06
Lesezeit: 4 Min
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„Es geht nicht um das Maximum, es geht darum, das Optimum herauszuholen“, erklärte Stadtchef Matthias Stadler.
Foto: Nadja Straubinger
Nach den ersten Ausflügen des Masterplans stp*25|50 in die Stadtteile gab es nun ein Update für viele der über 100 beteiligten Expertinnen und Experten.
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Der neue Masterplan für die Entwicklung St. Pöltens hat seine erste Reise durch die Stadtteile hinter sich. Nun gaben Bürgermeister Matthias Stadler und Masterplan-Mastermind Josef Wildburger für viele der mehr als 100 beteiligten Expertinnen und Experten ein Update.

„Bevor jemand am Rathausplatz vor Hitze umkippt, können wir schon das Mikroklima beeinflussen.“ Josef Wildburger zum Thema Klimawandel

Im Windschatten von Wien soll St. Pölten vorangehen unter den Städten in der Metropolregion als sogenannte „Leading Second City“. Durch die Nähe zu Wien und die Arbeit der vergangenen Jahre habe man exzellente Voraussetzungen für die Zukunft, meint Stadler. „Jetzt geht es darum, das Optimum herauszuholen. Viele Ideen liegen am Tisch, die wir jetzt umsetzen müssen.“

Die Stadt wachse an allen Ecken und Enden und werde verdichtet. Da sei es wichtig, einen Plan zu haben. Und auch die verschiedenen Player in der Stadt aktiv mitzunehmen.

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„Nicht man muss das machen, sondern wir müssen das machen“, appellierte Josef Wildburger an alle, die Zukunft zu gestalten.
Foto: Nadja Straubinger

„Nicht man muss das machen, sondern wir müssen das machen“, bekräftigte Josef Wildburger. Die Vision sei nicht allgemein, sondern bewege sich entlang der Lebenswirklichkeit der Menschen, die hier leben. Den Klimawandel könne man zwar nicht im Kleinen lösen. „Bevor jemand aber am Rathausplatz vor Hitze umkippt, können wir schon das Mikroklima beeinflussen.“

Die Vision mit den vier Säulen „Green_Cool“, „Skills_ Arts“, „Fit_Healthy“ und „Enterprising“ sowie die Leitprozesse seien das Basisgerüst, auf das man sich geeinigt hat und das der Gemeinderat auch so beschlossen hat. „Mit diesen Voraussetzungen arbeiten wir. Bei den einzelnen Projekten sind wir aber noch flexibel.“

Den neuen Masterplan sieht Wildburger als zweite Stufe einer Trägerrakete. Lage, Fläche und Humanressourcen seien in St. Pölten vorhanden, im Windschatten von Wien könne man sogar schneller vorankommen als die Weltstadt selbst. Allerdings mit einem System auf Basis von Fakten und nicht Glaubensfragen. „Das müssen wir auch so kommunizieren.“

Website bietet Überblick und aktuelle Fakten

Herzstück in der Kommunikation und ebenso wichtiger Baustein für die Beteiligten ist die eigens eingerichtete Website www.st-poelten.at/stp25-50, auf der die Vision mit ihren vier Säulen, Leitprozessen und Leitprojekten konkret wird.

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Herzstück und erster Anlaufpunkt für alle, die an der Vision mitarbeiten wollen, ist die Website zum Masterplan .
Foto: Nadja Straubinger

Unter Green_Cool City sind etwa die Ziele und Projekte zu Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie neuer Mobilität ebenso zu finden wie die Themen Mikroklima und CO 2 -Reduzierung.

Die Vision für Bildung und Kultur ist unter Skills_Arts City zu finden. Das geht weit über die Theater und das KinderKunstLabor sowie Schulen hinaus und behält auch Frühbildung, Talenterkennung, Forschung, die Entwicklung „meisterlicher“ Berufsanwärter und das Handwerk im Blick.

Die Fit_Healthy City liefert Bedingungen für gesunde St. Pöltnerinnen und St. Pöltner. Prävention und medizinische Versorgung sind dabei ebenso berücksichtigt wie Bewegung, psychologische Betreuung und Lebensqualität.

Im Rahmen der Enterprising City soll St. Pölten als innovative Gründerstadt entwickelt werden, mit schlanker Verwaltung und Wertschöpfung in der Stadt. Gleichzeitig sind hier Maßnahmen zu finden für eine weltoffene Besucherstadt mit Festivals und Kongressen.

Erfolg soll messbar und transparent sein

Die Umsetzung der Masterplan-Vision soll dabei nicht nur spürbar, sondern auch prüfbar sein. „Alle Themen werden messbar gemacht“, erklärt Josef Wildburger.

Kennzahlen und Indizes werden dafür erarbeitet und veröffentlicht. „Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist nicht selbstverständlich, dass das ein politisches System auch zulässt“, betont Wildburger. Sichtbar wird das Ganze sogar in der Stadtkommunikation: Bei Projekten und Beschlüssen soll direkt gekennzeichnet sein, welche Vision diese voranbringen.

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