S 34 in St. Pölten: Nun geht’s in die heiße Phase. Gutachten liegt zur Einsicht auf, am 16. Jänner startet die Verhandlung.

Von Thomas Werth. Erstellt am 20. November 2018 (04:20)
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Asfinag-Projektleiter Leopold Lechner rechnet nicht damit, dass die S34 noch abgelehnt werden wird. Der Baubeginn könne frühestens 2020 erfolgen, eine Eröffnung 2022 stattfinden. Die Visualisierung zeigt, wie der Knoten A1/S34 aussehen soll.

Seit Dienstag liegt das Umweltverträglichkeits-Gutachten zur S 34 in St. Pölten, Ober-Grafendorf, Wilhelmsburg und im Verkehrsministerium zur öffentlichen Einsicht auf. Damit geht das UVP-Verfahren in die heiße Phase. Bis 16. Jänner können die Gutachten studiert werden. Darin wurden auch von unabhängigen Experten die über 350 Einsprüche bewertet, die es zur S 34 und zur Spange Wörth im UVP-Verfahren gegeben hatte.

Mit dem Ende der achtwöchigen Auflage startet dann auch die UVP-Verhandlung, die an fünf aufeinanderfolgenden Tagen ab 16. Jänner im Panoramasaal der Hypo-Landesbank stattfinden wird. „Die Bürger können sich nun über die Gutachten informieren. Jene mit Parteienstellung können sich dann bei der Verhandlung in die Rednerliste eintragen und ihre Stellungnahme abgeben“, so Asfinag-Projektleiter Leopold Lechner.

Als Ergebnis der Verhandlung wird es dann einen Bescheid des Ministeriums (mit Auflagen) geben oder aber eine Ablehnung. „Wir rechnen aber nicht, dass das Projekt gefährdet ist“, so Lechner.

Wie bereits mehrfach berichtet, soll die rund 200 Millionen Euro teure und neun Kilometer lange S 34 von der B 1 nach Wilhelmsburg führen, die Mariazeller Straße entlasten und kürzere Wege schaffen.