Wirbel am Ratzersdorfer See. Wegen Vandalismus-Vorfällen und Verkehrsrowdys wurde die Polizeipräsenz verstärkt, Schwerpunktaktionen sind weiterhin geplant.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 29. April 2021 (03:37)

Die vereinzelt warmen Tage der letzten Wochen lockten schon einige Stamm-Badegäste auf die Liegewiesen des Ratzersdorfer Sees. Vorfreude wich dabei schnell großer Verärgerung. Speziell am Nordufer ganz in der Nähe vom Pansky-Imbiss wurden Bänke zerstört, Bierdosen und Glasscherben sind liegen geblieben, obwohl der nächste Mistkübel in nur wenigen Metern Entfernung steht.

Insbesondere an den Wochenenden fiel der Vandalismus auf, die Polizei wurde informiert. „Seit dieser Intervention wird der Bereich durch die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Traisenpark bei ihren Außendienststreifen mitüberwacht“, erklärt Chefinspektor Hugo Schläger. Es dürfte sich um eine Gruppe von fünf Jugendlichen handeln, die für die Sachbeschädigung und die Verschmutzung verantwortlich sind. Die Badegäste sind erleichtert, dass die Polizei vermehrt unterwegs ist, „barfuß gehen ist aber wegen der kleinen Scherben tabu – rund um das Platzerl.“

Doch auch andernorts zeigt die Polizei verstärkt Präsenz, auch Zivilstreifen werden eingesetzt. Am großen Parkplatz des Ratzersdorfer Sees sind immer wieder Verkehrsrowdys unterwegs, vorwiegend in den Abendstunden, weshalb sich die Beschwerden der Anrainer häuften. Diese Autorennen haben dazu geführt, „dass gerade in letzter Zeit Schwerpunktaktionen im Bereich des Naherholungsgebietes durchgeführt werden“, bestätigt Chefinspektor Hugo Schläger.

Weitere Schwerpunktkontrollen

Zahlreiche Anzeigen, fünf Führerscheinabnahmen und sechs Kennzeichenabnahmen waren die Folge. Und: „Es darf mit weiteren Schwerpunktkontrollen gerechnet werden.“ Immer wieder gehen auch Beschwerden ein, am großen Seeparkplatz würden die derzeit geltenden Covid-Bestimmungen durch diverse Gruppierungen nicht eingehalten werden. Hier werde vorrangig belehrt, ermahnt und aufgefordert. „Zeigen sich die betroffenen Personen beratungsresistent und uneinsichtig, werden diese Verstöße mit Organstrafverfügung oder Anzeige geahndet“, heißt es seitens der Polizeiinspektion.

Der See war in den letzten Monaten eine Art Lockdown-Zuflucht für viele Menschen, Benehmen und Rücksicht würden das Miteinander erleichtern.