Starkes Ende & starker Start in St. Pölten. Christkindlmarkt und Silvester beenden das Jahr, Hauptstadtball sorgt für rauschenden Jahresbeginn in neuem Gewand.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. November 2019 (19:00)

Wenige Tage noch, dann steht wieder ein Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz. Heuer kommt eine 22-Meter hohe Blaufichte aus St. Veit an der Gölsen und wird das Zentrum des Christkindlmarktes zieren.

Die Latte liegt für den Markt hoch, schließlich sorgte im Vorjahr das Ö3-Weihnachtswunder für einen Rekord bei den Besucherzahlen. „Es kamen viele Menschen wegen des Weihnachtswunders erstmals nach St. Pölten. Und wir hoffen, dass einige davon heuer wieder kommen“, ist Bürgermeister Matthias Stadler optimistisch. Die eigens kreierten Gläser waren ebenfalls ein Renner und wurden von vielen Besuchern als Andenken mit nach Hause genommen. „Ein Sammlerstück soll es sein“, erklärt Michael Bachel vom Veranstaltungsservice.

"Es wird heuer Live-Musik geben"

Zierte im Vorjahr noch das Rathaus das Seidel-Glas, wird es heuer die Dreifaltigkeitssäule sein. „Uns ist es am liebsten wenn die Leute nach dem Gebrauch zum Stand kommen und das Glas durch ein frisches Austauschen und den Pfand bei uns lassen“, hofft Bachel wieder auf einen reißenden Absatz. Im Vorjahr wurden 12.000 Gläser für den Christkindlmarkt angeschafft, nur 800 waren zum Schluss davon übrig.

Doch mit dem Christkindlmarkt ist der Veranstaltungsreigen in St. Pölten noch nicht zu Ende für dieses Jahr. Am Herrenplatz wird es ein kleines aber feines Stadtsilvester geben. Zwischen Palais Wellenstein und dem Restaurant Vino soll sich der Hauptteil des Festes abspielen. „Es wird heuer Live-Musik geben und wer zu Mitternacht will, kann auch mit dem Bürgermeister auf das neue Jahr am Herrenplatz anstoßen“, bereitet Michael Bachel den Besuchern ein unwiderstehliches Angebot.

Hauptstadtball mit vielen neuen Elementen

2020 wird dann gleich mit dem Veranstaltungshighlight schlechthin beginnen. Am 11. Jänner, heißt es „Alles Walzer, im neuen Gewand“. Der Umbau des VAZ ermöglicht eine Neuordnung der Ballsäle. Insgesamt ist der Ball damit für 5.500 Gäste ausgelegt, fast 3.000 davon sind Sitzplätze. Die erweiterte Halle B wird zum Hauptsaal, wo die Lindner Band spielen wird, die Halle A mit dem Auftritt der „Schikeria“ und in der Halle C werden die „Dreamers“ für Stimmung sorgen.

Der Jazzkeller wird ebenfalls dorthin übersiedeln. „Uns ist bewusst, dass es schwer sein wird die besondere Atmosphäre des Jazzkellers in die hohe Halle C zu verlegen. Wir werden mit Tüchern und speziellem Licht für eine passende Atmosphäre sorgen“, verspricht Bachel. Neu ist auch das Haubenrestaurant gleich neben dem Haupteingang an der Kelsengasse.

„Insgesamt werden 190 Mitarbeier die Gäste kulinarisch verwöhnen“, sieht sich Gastronom Wolfgang Wutzl personell gut aufgestellt. Unter seiner Regie kochen Andreas Hettegger, die Gaststätte Figl und das Hotel Schachner auf. Ein 15-gängiges Europa–Buffet wird das Gourmet-Highlight sein.

Alles beim Alten bleibt bei der Sektlounge, die wie gewohnt, im ersten Stock sein wird. Und auch die beliebte NÖN Disco mit DJ Niels wird weiterhin im zweiten Stock ihre Beats im VAZ verbreiten. „Der Hauptstadtball ist für mich der erste Fixpunkt im Veranstaltungskalender eines Jahres und schon fast so etwas wie Kulturgut geworden. Eben die Mutter aller Ballveranstaltungen. Ich genieße jeden Moment dieses Abends“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler bereits jetzt auf eine rauschende Ballnacht.

Das Programm lässt ebenfalls nicht zu Wünschen übrig. Das Europaballett eröffnet den Ballabend mit dem „Walzer Masquerade“, choreografiert von Michael Fichtenbaum. Um 22 Uhr kann sich das Publikum am Golfschläger versuchen. Damit sollen reihenweise Champagnerflaschen geköpft werden.

Mitternachtseinlage: Doppelt hält besser

Um Mitternacht gibt es gleich zwei Mitternachtseinlagen. Die erste wird von der Pianistin Maria Radutu am „größten Bösendorfer-Flügel Österreichs“, wie Musikschul-Dirketor Alfred Kellner verspricht, gestaltet. Renato Zanella sorgt für die Choreographie mit Tänzerinnen des Europaballetts. Bei der zweiten Einlage organisiert die Tanzschule Schwebach eine Quadrill. Um 1 Uhr wird es an der Panoramabar noch einmal rekordverdächtig. Mittels Domino Shot wird der längste Cocktail Niederösterreichs gemixt.

Am Hauptstadtball wird es auch erstmals für ein breites Publikum die Gelegenheit geben, den neuen Hauptstadtwein vom Winzerhof Hoch in Hollenburg zu verkosten.