Frankenfels: „Die Seele der Gemeinde“. 51 Organisationen beleben den Ort. Jene verbinden die Bürger mit Frankenfels, freut sich Ortschef Größbacher.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 16. Januar 2018 (04:33)
Der Heimat- und Trachtenverein, der rund 70 Mitglieder zählt, wirkte mit seiner Kindergruppe beim vergangenen Dirndlkirtag mit. Die Jüngsten begeisterten mit einer Volkstanzaufführung am Bahnhofs-Vorplatz.
NOEN, Groiss

Volkstanz, Musik, Eisstockschießen, Skifahren oder Imkerei – die Auswahl an Freizeitbeschäftigungen in Frankenfels ist riesig. 51 Vereine beleben den Ort im Oberen Pielachtal. Von der Gemeinde gibt es dafür große Unterstützung. Dafür wurde jene nun ausgezeichnet: Frankenfels ist die vereinsfreundlichste Gemeinde im Bezirk St. Pölten.

Bürgermeister Franz Größbacher freut sich über die Ehrung. Die vielen Organisationen weiß er zu schätzen: „Ohne Vereine ist das gesellschaftliche Leben nicht möglich. Sie sind die Seele der Gemeinde“ Jene stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und vor allem auch die Heimatverbundenheit.

Bevölkerung hält zusammen

„Die Vereine sind gerade für eine ländliche Gemeinde wie Frankenfels besonders bedeutend. Sie sind ein wichtiges Standbein und ein Kontrast zur Stadt, damit können wir ländlichen Gemeinden punkten“, meint der Ortschef. Während man in größeren Städten oftmals nicht einmal den Namen des direkten Nachbarns kenne, sorgen Vereine am Land dafür, dass die Bevölkerung zusammenhält und sich regelmäßig trifft.

„Viele sind schon als Kinder in einem Verein und bleiben ihr ganzes Leben dabei. Das ist dann auch ein Grund als Erwachsener in der Gemeinde zu bleiben, weil man den Verein nicht verlassen will“, sagt Größbacher. Wie gut der Zusammenhalt in Frankenfels ist, wurde beim Dirndlkirtag, der im Vorjahr in der Gemeinde im Oberen Pielachtal über die Bühne ging, bewiesen. „Das hätten wir ohne die Unterstützung unserer Vereine nie auf die Beine gestellt“, weiß Größbacher.

„Die Zusammenarbeit funktioniert perfekt“

Die Unterstützung der Gemeinde beginne beim Finanziellen, reiche aber um einiges weiter. Jene steht mit Rat und Tat zur Seite, stellt Räumlichkeiten und Platz zur Verfügung oder hilft bei organisatorischen Tätigkeiten wie dem Kopieren von Dokumenten oder Flyern.

Dankbar für diese Unterstützung ist auch Christine Leb, Obfrau des Heimat- und Trachtenvereins. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist gut. Wir bekommen finanzielle Unterstützung, sie hilft uns aber auch, wenn wir generell etwas brauchen“, sagt die Frankenfelserin. Der Verein, der rund 70 Mitglieder umfasst, hat sich auf Volkstanz, Schuhplattln und Brauchtumsveranstaltungen konzentriert. „Die Gemeinschaft ist schön und man erlebt viel dabei, obwohl die Arbeit im Verein auch zeitintensiv ist und einem einiges abverlangt“, sagt Leb. Vor allem die Suche nach neuen Mitgliedern und vor allem Funktionären werde zunehmend schwieriger.

Spaß am Wintersport haben die Kinder des Skiclubs Frankenfels. Der Verein umfasst etwa 160 Mitglieder.
NOEN, privat

Großes Lob an die Gemeinde gibt es auch vom Sektionsleiter des Skiclubs, Leopold Wutzl. „Die Zusammenarbeit ist perfekt, das Gemeinde-Team ist selbst super in die Vereine involviert.“ Aber auch das Miteinander der einzelnen Frankenfelser Organisationen sei vorbildlich. „Wenn die Fußballer etwas machen, sind die Skifahrer am Fußballplatz. Wenn wir etwas organisieren, können wir mit den anderen Vereinen rechnen – der Zusammenhalt ist groß“, freut sich Wutzl. Ein Vorteil sei dafür auch die Größenordnung der Gemeinde mit rund 2.400 Einwohnern. „Wir sind nicht zu groß, aber auch nicht zu klein“, sagt der begeisterte Skifahrer.

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