Appell an die Wanderer in Hafnerbach. Der Aufenthalt im Wald ist belebend. Allerdings gibt es immer wieder Konflikte.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 07. Mai 2021 (03:09)
Wandern ist besonders in Corona-Zeiten eine abwechslungsreiche Ablenkung und Erholung. Allerdings sollte man sich an die Regeln halten.
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Das schöne Frühlingswetter und die reisefreie Zeit nutzen Wanderer von nah und fern, um frische Waldluft zu atmen. Dabei kommt es aufgrund des Andranges im Dunkelsteiner Wald und rund um die Burg Hohenegg auch immer wieder zu Problemen.

„Wir beobachten seit Herbst einen extremen Andrang und das fängt schon bei den überfüllten Parkplätzen für die Waldbesucher an“, schildert Waldbesitzer Felix Montecuccoli. Autos werden dann in Wiesen oder an anderen Plätzen abgestellt und blockieren so beispielsweise Landmaschinen.

Weiteres Ärgernis ist das Etablieren von nicht zugelassenen Wegen im Wald. „Je nach Situation wäre es kein Problem, wenn man vorher den Grundeigentümer fragen würde, aber ohne Erlaubnis ist es einfach nicht akzeptabel, selbstständig Wege anzulegen. Sollte etwas passieren, trägt der Eigentümer die Haftung“, weist Montecuccoli hin. Zudem sei es nicht gestattet, Äste abzusägen oder sonstige Eingriffe auf fremden Waldstücken vorzunehmen. Warum die Wanderer eigenständig Wege markieren, kann sich der Gutsbesitzer nicht vorstellen. Sollte es Bedarf geben, könne man sich mit der ARGE Kleinregion Dunkelsteinerwald und den Gemeinden an einen Tisch setzen und über die Situation sprechen.

Einfache Grundregeln sind zu beachten

Für Waldbesucher und Wanderer gilt es prinzipiell, ein paar simple Regeln zu beachten: Man sollte auf den Forststraßen und offiziell markierten Wegen bleiben. Radfahren ist nur auf den freigegebenen Routen erlaubt. Hunde sind immer an der Leine zu führen. Zudem sollte man sich nur bei Tageslicht in der Natur aufhalten. Das Betreten von Wiesen und Äckern ist zudem nicht erlaubt, das Gelände soll man rein hinterlassen und seinen Müll wieder mitnehmen.

Diese Tipps legt auch der Obmann der ARGE Region Dunkelsteinerwald Stefan Gratzl den Besuchern ans Herz – auch wenn sich die Bürgermeister freuen, dass die Wanderziele in der Region geschätzt werden: „Man sollte nicht querfeldein durch den Wald marschieren und den Wald mit Füßen treten, schließlich ist er auch Lebensraum für Wildtiere.“