Kinderkunstlabor in St. Pölten: Kritik an Garagenplan

Erstellt am 09. September 2020 | 04:13
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Der Altoona-Park wird wieder zum Politikum. Die FP will den Park vollständig erhalten, SP sieht durch Bau eine Aufwertung des Parks.
Foto: Gruber
St. Pöltner Radlobby fürchtet mehr Verkehr rund um Schulareal durch geplante Zufahrt zum Kikula.
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Bevor die Ausschreibung einen Plan für das Kinderkunstlabor bringt, läuft derzeit die dafür notwendige Änderung des Flächenwidmungsplans. Der liegt bis 24. September im Magistrat auf. Bis dahin können noch Stellungnahmen zu den Plänen abgegeben werden.

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Die Änderung des Flächenwidmungsplanes umfasst den Altoona-Park. Dort soll das Kikula samt neu geschaffener Stellfläche entstehen. Entweder im Osten des Areals oder unterhalb des Parks.
Foto: Geoinformation St.Pölten

Darin eingezeichnet sind mögliche Varianten und deren Auswirkungen. Umgewidmet werden soll laut Entwurf ein Bereich von 3.000 m im Norden des Grundstücks. Verbauen darf der künftige Architekt davon 1.000 Quadratmeter.

Der Plan offenbart aber auch verschiedene Park-Möglichkeiten für die Besucher des Kikula, die geschaffen werden sollen. Das kritisiert nun die Radlobby: „Laut den Plänen wird nicht auf bestehende Parkplätze zurückgegriffen“, so Maria Zögernitz von der Radlobby St. Pölten. Mehrere Varianten werden in Betracht gezogen. Es könnte entweder eine Hochgarage dort gebaut werden, wo sich jetzt der Lehrerparkplatz der Theodor-Körner-Schule befindet, oder eine Parkgarage unterhalb des Altoona-Parks mit Zufahrt von der Hans-Schickelgruber-Straße. Die Radlobby fürchtet dadurch mehr Verkehr im Bereich der Schule. „Während in anderen Bundesländern der Autoverkehr vor Schulen reduziert wird, werden hier die Autos direkt in die Schulstraße gelenkt“, meint Zögernitz.

Stadtplaner Jens de Buck verweist auf das Leitkonzept „Öffentlicher Raum“: „Darin ist die attraktive Anbindung des historischen Stadtzentrums an das Regierungsviertel mit seinem Kulturbezirk als wesentliches Anliegen definiert.“ Teil dieser Verbindungsachse werde ein Bereich der Hans-Schickelgruber-Straße sein, die zwischen Altoona-Park und Theodor-Körner-Schule Richtung Kulturbezirk verläuft.

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