Bahntrasse: VP will Querungen bei Seen. Weil immer mehr Badegäste über die Gleise gehen, fordert Stadtrat legale Übergänge. Stadt: „Chancen sind sehr gering.“

Von Mario Kern. Erstellt am 17. August 2018 (05:03)
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Stadtrat Markus Krempl-Spörk willweitere Querungsmöglichkeiten der Kremser-Bahn-Trasse.

Sichere Querungsmöglichkeiten über die Trasse der Kremser Bahn bei den Viehofner Seen fordert VP-Stadtrat Markus Krempl-Spörk: „Diesbezüglich sind Investitionen unumgänglich, um Unfälle zu vermeiden.“ Viele Viehofner, aber auch „Parkgebührenflüchtlinge“ würden die Gleise überqueren, um zum Seengebiet zu kommen. „Da haben sich über die Jahre inoffizielle Kreuzungspunkte ergeben“, erläutert Krempl-Spörk.

Oft komme es zu brenzligen Situationen mit Zügen, die die unerlaubt Querenden mit Pfeifsignalen warnen. „Leider gibt es entlang der Strecke nur einen Bahnübergang, den beim Bahnhof Viehofen.“ Diese gefährlichen Situationen müssten nun verhindert werden, indem weitere Übergangsmöglichkeiten geschaffen werden. „Das Seengebiet wird immer attraktiver, dieser Entwicklung muss Rechnung getragen werden“, betont der VP-Stadtrat. Der Magistrat sei bereits aufmerksam gemacht worden und wolle das Problem mit Hinweisschildern lösen.

„Für eigene Sicherheit Umweg in Kauf nehmen“

Die Chancen auf eine legale Querungsmöglichkeit hält man beim Magistrat aufgrund der Regelungen im Eisenbahnrecht für sehr gering. In der Schärfstraße und eben beim Bahnhof Viehofen gebe es eine Option, die Trasse zu passieren, heißt es aus dem Rathaus. „Für die eigene Sicherheit muss man auch an anderen Stellen einen Umweg in Kauf nehmen“, sagt Rathaussprecher Martin Koutny. Zudem müssten Züge bei weiteren Übergängen langsamer werden, was zu längeren Fahrtzeiten führe. „Insgesamt wäre es besser, auf die Gefahren und das bestehende Verbot hinzuweisen.“