Tote Tiere angespült: „Das Wasser ist in Ordnung“. Tote Tiere werden ans Ufer des Viehofner Sees gespült. Der sei aber weiter „ausgezeichnetes Badegewässer“ bestätigt Labor.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 11. April 2019 (12:27)
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Laut Magistrat sind vom Fischsterben nur Karpfen betroffen.

Gleich mehrere St. Pöltner wollen es schon gerochen haben. An mehreren Stellen des Viehofner Sees wurden tote Fische ans Ufer gespült. Das Fischsterben verbreitete sich daraufhin auch in den Sozialen Medien rasend schnell.

Weil nach Beobachtung des Magistrats ausschließlich Karpfen betroffen waren, ging man dort nicht von Problemen mit dem Wasser aus. „Trotzdem haben wir sicherheitshalber eine umfassende physikalisch-chemische, hydrobiologische und bakteriologische Wasseruntersuchung in Auftrag gegeben. Das Wasser ist in Ordnung“, berichtet Rathaussprecher Martin Koutny. Der Viehofner See entspreche den Anforderungen an Badegewässer gemäß ÖNORM. Auch aus bakteriologischer Sicht werde der See als „Ausgezeichnetes Badegewässer“ bewertet.

Der Magistrat geht davon aus, dass es sich um eine Karpfenkrankheit handelt. Gregor Gravogl, Geschäftsführer des NÖ Fischereiverbandes, kann das nicht bestätigen. „Aus der Distanz ist das schwer zu beurteilen. Das kann nur ein Veterinär feststellen. Es ist aber gut, dass das Wasser untersucht wurde.“

Baudirektor Kurt Rameis erklärt, dass die angespülten Fische regelmäßig eingesammelt und entsorgt werden, eine Geruchsbelästigung sollte es eigentlich nicht geben. Rameis geht davon aus, dass das Sterben noch ein bis zwei Wochen anhält, ist aber zuversichtlich: „Aus unserer Sicht sind keine Auswirkungen auf die beginnende Badesaison zu erwarten.“