Stadt St. Pölten endgültig Eigentümerin des GÜPL-Areals. Verwaltungsgerichtshof lehnt Revision der Bietergemeinschaft für Areal in Völtendorf ab.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 06. November 2019 (19:11)
Josef Vorlaufer

Bürgermeister Matthias Stadler jubelt auf Facebook: „Eines zeigt sich immer wieder: Beharrlichkeit zahlt sich aus“, flankiert von Baum-Emojis. Auf den Verdacht hin, dass es sich dabei um eine endgültige Entscheidung für den 140 Hektar großen Garnisonsübungsplatz in Völtendorf handelt, bestätigt Anton Hieger, Interessensvertreter von 24 Landwirten, die den Kauf mehrfach gerichtlich beeinsprucht hatten. „Gerichtsentscheidungen muss man akzeptieren, wir werden aber noch einmal überprüfen ob es noch Rechtsmittel gibt“, sagt Hieger. Er und seine Bieterkollegen gehen davon aus, dass ein Gemeinderatsbeschluss in die Tat umgesetzt wird. „Die Stadt hat den Landwirten einen Grundtausch für die S 34 zugesagt“, erklärt Hieger.

„Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes ist ein besonderer Anlass zur Freude für die Bevölkerung und ein Meilenstein in der Stadtentwicklung“, ist Bürgermeister Matthias Stadler in einer Aussendung der Stadt erfreut.  Nach 10 Jahren Rechtsstreit sei die Stadt nun auch offiziell Eigentümerin des Areals. „Wir wollen den ehemaligen Truppenübungsplatz bei Völtendorf für einen verträgliche Freizeitnutzung als stadtnahes Erholungsgebiet mit viel Natur und wertvollen Waldflächen für die Zukunft erhalten und weiter entwickeln. Es ist sogar angedacht bestimmte Teilbereiche unter Schutz zu stellen“, stellt Stadler erste Pläne in Aussicht. Extensive Landwirtschaft soll es nur stellenweise geben.

Seit 2009 schwelt ein Rechtsstreit um den ehemaligen Garnisonsübungsplatz. Die Stadt St. Pölten will das Gelände nutzen, und zwar als Naturerholungsgebiet, wie die Stadt das wiederholt betont hat.  Dem stand ein Interesse einer Bietergemeinschaft gegenüber, ein langjähriger Rechtsstreit wurde anhängig. Der ist nun endgültig entschieden.