Akron plant neuen „Stadtteil“ für Landeshauptstadt. Voith-Deal Immobilien-Entwickler hat große Pläne mit dem gekauften Teil des Werksareals.

Von Thomas Werth. Erstellt am 10. April 2019 (03:10)
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„Wo gibt es sonst schon so ein großes Industrie- und Gewerbegebiet in Zentrumsnähe“, schwärmt Stefan Ausch, Geschäftsführer der Akron Group, im Gespräch mit der NÖN vom Voith-Werksgelände. 66.000 Quadratmeter davon kaufte die Wiener Immobilien-Investment-Gruppe Ende März vom Industrie-Konzern.

Über die Investitionssumme wurde Stillschweigen vereinbart, zu den Plänen wird Ausch etwas konkreter: „Wir wollen einen neuen Stadtteil schaffen. Dazu brauchen wir dort aber Frequenz.“ Er ist überzeugt, dass eine gemischte Nutzung für das Areal das Beste ist: „Ich kann mir neben der gewerblichen Nutzung eine Schule oder Fachhochschule vorstellen.“

„Schauen uns in Ruhe an, was zur Stadt passt“

Zeitdruck gebe es bei der Umsetzung keinen. Die von der Akron Group mit dem Kauf übernommenen Mietverträge laufen teilweise noch fünf Jahre. „Diese Zeit werden wir benötigen, um dort etwas zu entwickeln.“ Entscheidend ist für Ausch, wer das große Zugpferd auf dem Areal sein wird. „Davon hängt alles ab. Wir werden uns in Ruhe anschauen, was zu St. Pölten passt. Unser Ziel ist jedenfalls eine langfristige Belebung.“

Voith hatte sich aktiv nach einem neuen Käufer umgesehen, um wegzukommen von der der Vermarktung der Industrieflächen. „Das ist nicht unser Kerngeschäft“, betont Geschäftsführer Leopold Heninger. 88.000 Quadratmeter bleiben aber weiterhin im Besitz des Unternehmens, dessen Sparten Hydro, Paper, Turbo und Digital Ventures auch in Zukunft dort angesiedelt sein werden.

„Wir besitzen außerdem nach wie vor Flächen, die vermietet sind“, so Heninger. 15 der rund 20 Firmen, die auf der als „InnoWerk“ vermarkteten Fläche ansässig sind, liegen weiter auf dem Voith-Gelände. „Dabei handelt es sich vorwiegend um Büroräume und einen kleinen Werkstattbereich, bei dem die Vermietung mit weniger Aufwand verbunden ist“, erklärt Heninger. Voith stehen zudem mehrere tausend Quadratmeter nicht genutzte Fläche zur Verfügung.