Neues Zentrum für Gesundheit in Harland

Mehr als 2.000 Patienten können ab Frühling 2023 in Harland behandelt werden.

Erstellt am 10. März 2021 | 04:32
Lesezeit: 1 Min
 Gesundheitszentrum St. Pölten-Harland
In Harland wird bis 2023 dieses Gesundheitszentrum entstehen.
Foto: ZOOM VP.at

In Harland ist ein neues Gesundheitsviertel geplant. Dort, wo das Primärversorgungszentrum (PVZ) und die medizinische Logistik-Firma Medlog ihren Sitz haben, soll auf 12.000 Quadratmeter n bis Frühjahr 2023 ein Gesundheitszentrum entstehen. Im Vollbetrieb könnten täglich über 2.000 Patienten behandelt werden.

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Medlog-Geschäftsführer Franz Holler errichtet ein neues Gesundheitszentrum.
Foto: Claudia Prieler, Claudia Prieler

Medlog-Geschäftsführer Franz Holler hat bei der Planung des neuen Vorzeigeprojekts in Harland an alles gedacht: Ein Facharztzentrum mit Kassen- und Wahlärzten, ein Labor, eine Apotheke, ein Seminarzentrum, ein Fachgeschäft und ein EDV-IT-Dienstleister werden die Infrastruktur bilden. Eine Bäckerei mit Stehcafé wird es ebenso geben wie eine Tiefgarage mit rund 150 Stehplätzen. Die von Holler gegründete Firma Health Care Service GmbH ist Träger des Millionen-Projekts. Die Kosten werden bei einem zweistelligen Millionenbetrag liegen. „Das Gesundheitszentrum wird auf Privatinitiative errichtet und betrieben. Wir kommen komplett ohne Förderungen, Investitionszuschüsse und Subventionen aus“, berichtet Holler.

PVZ wird auf 800 m 2 vergrößert

Fixpunkt des Gesundheitszentrums wird das PVZ bleiben. Das wird sich aber von 500 auf knapp 800 Quadratmeter erweitern. „Wie man bei uns an den Containern sieht, ist der Platz rar“, ist PVZ-Chef und Allgemeinmediziner Rafael Pichler zufrieden mit der Expansion. Das neue PVZ bedeute eine Verkürzung der logistischen Wege. Pichler wird mit seiner eigenen GesmbH federführend an der Entwicklung des Fach- und Wahlarztzentrums sowie des Veranstaltungszentrums beteiligt sein. „Der Standort zwischen Harland und Stattersdorf wird damit extrem aufgewertet“, so Pichler.

Entworfen wurde das Gesundheitszentrum vom St. Pöltner Architekturbüro Aichberger. Geachtet wurde dabei auf eine ökologische Bauweise. Photovoltaik und Wasserwärmepumpe sollen dazu einen Beitrag leisten.

Mit dem Gesundheitszentrum könnte sich auch der Facharztmangel in St. Pölten erledigt haben. Im Fach- und Wahlarztzentrum werden 20 Wahlarzt-Ordinationen verschiedener Fachrichtungen Platz finden. „Auch ein oder zwei Kinderärzte werden dabei sein. Das ist besonders wichtig, denn in St. Pölten gibt es gegenwärtig nur eine einzige Kinder-Kassenordination“, ist Holler zuversichtlich.