Wiederbelebung nach Herzattacke: FF-Mann hatte Glück. Feuerwehr-Reservist Franz Emsenhuber hatte selbstlose Ersthelfer, die ihn bis zum Eintreffen des Notarztes reanimierten.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. Februar 2017 (20:05)
NOEN, FF Wagram
Franz Emsenhuber hatte „Schutzengel“ zur Seite, als er zusammenbrach.

„Ich muss noch etwa eine Woche im Spital blieben“, schildert der Ehrenhauptbrandmeister der FF Wagram Franz Emsenhuber. Die letzten Tage verbrachte er auf der Intensivstation des Universitätsklinikums St. Pölten.

„Plötzlich wurde mir sehr schlecht“

Der Grund: eine Herzattacke. Dass er überhaupt so kurz danach ansprechbar ist und ohne gröbere neurologische Schäden davon kommt, verdankt er mehreren couragierten Helfern. Passiert ist der Zwischenfall mitten in der Landeshauptstadt, als der 69-Jährige mit einem Bekannten in der Brunngasse unterwegs war. „Plötzlich wurde mir sehr schlecht“, erinnert er sich, dass er sich abstützen wollte. Was dann geschah, weiß er nur aus Erzählungen: „Ich brach zusammen. Mehrere Personen, darunter auch mein Bekannter, reanimierten mich“, schildert Emsenhuber, der schon einmal einen Herzinfarkt hatte.

Sein Freund und Retter, der anonym bleiben möchte, gibt sich bescheiden, und verweist auf einen weiteren jungen Helfer, der selbstlos reagierte: „Er bat im nahe gelegenen Juweliergeschäft um ein Stück Küchenrolle und machte Mund-zu-Mund-Beatmung, obwohl der Erkrankte erbrochen hatte.“

Selbstlose Aktion führte zur Lebensrettung

Auch Emsenhuber kann die selbstlose Aktion des jungen Mannes – er soll Sanitäter aus St. Georgen sein – kaum fassen. Mittlerweile war die Rettungskette in Gang: Rettung und Notarzt reanimierten den Feuerwehr-Reservisten weiter, bis er ins Spital gebracht wurde. Sein Ersthelfer lobt das professionelle Agieren der Polizeibeamten, die hinzukamen. „Sie sorgten dafür, dass Schaulustige vom Geschehen ferngehalten wurden. Größten Dank spricht Emsenhubers Gattin Elfriede allen Helfern aus: „Ohne sie wäre mein Gatte vielleicht nicht mehr am Leben.“