Gemeinderatswahl in St. Pölten: Türkiser Fleck im Rot. SPÖ fiel vielerorts unter die 50-Prozent-Marke. In Nadelbach ist ÖVP vorne. Grüne überholten die FPÖ in einigen Teilen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 04. Februar 2021 (03:06)
In den Harlander Sprengeln erreichte die SPÖ 62,4 Prozent.
NÖN

Die Wahlen in der Landeshauptstadt sind geschlagen. Die SPÖ bleibt die unangefochtene Nummer eins in der Stadt. Aber nicht in allen Sprengeln schaffte sie noch die Absolute.

Waren es 2016 das traditionell türkisere Pottenbrunn und die ewige Sprengel-Hochburg Nadelbach mit weniger als 50 Prozent, sind es dieses Mal einige Regionen der Stadt mehr: Rechnet man die Stattersdorfer oder auch Waitzendorfer Sprengel zusammen, ergeben sich hier nur noch 49 beziehungsweise 47,6 Prozent für die Bürgermeisterpartei. In Pottenbrunn blieb die SPÖ weiter auf 43,4 Prozent. Der größte türkise Fleck der Stadt ist die Gegend rund um das Gasthaus Rosenberger in Nadelbach. 70,3 Prozent wählten in diesem Sprengel die ÖVP. Die FPÖ schaffte es 2016 sogar einmal auf den zweiten Platz, nämlich in den Spratzerner Sprengeln. Sie erreichten damals 16,9 Prozent, 2021 nur noch 10,5 Prozent. Dieses Mal mussten sich die Blauen den Grünen auch in Stattersdorf, Viehofen und Waitzendorf geschlagen geben. In letzteren Sprengeln erreichten die Grünen sogar mehr als doppelt so viele Prozentpunkte wie die FPÖ.

In Ratzersdorf wählten mehr

Die geringere Wahlbeteiligung zog sich durch fast alle Stadtteile. Um fast 2.900 Wahlberechtigte weniger als 2016 schritten dieses Mal zur Urne oder gaben ihre Stimme mittels Wahlkarte ab. Eine Ausnahme sind hier die Sprengel in Ratzersdorf, dort gab es sogar ein Plus von acht Stimmen.