Was bleibt, ist der Müll. ST. PÖLTEN / 25 Prozent mehr Abfall: Müllabfuhr hat Hochbetrieb in den Tagen nach Weihnachten – auch, weil die Trenndisziplin nach den Feiertagen immer schlechter wird.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 31. Dezember 2013 (23:59)
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Müllchaos in einer St. Pöltner Wohnhausanlage am Stefanitag.mss
Von Daniel Lohninger

Weihnachten geht, der Müll bleibt. Der Abfallberg nach dem Fest wird von Jahr zu Jahr größer. Das weiß man im Rathaus. Dementsprechend bereitet sich die Müllabfuhr vor.

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„Jedes Jahr sind diese Tage eine besondere Herausforderung“, weiß Thomas Kainz vom Magistrat. Die Müllbehälter quellen über, Mülltrennung sei für manche St. Pöltner gerade nach Weihnachten ein Fremdwort und massenweise landen originalverpackte Lebensmittel in den Containern – fast immer gleich im Restmüll. Erhebungen des Magistrats zeigen, dass vor allem bei Wohnhausanlagen in diesen Tagen wenig Disziplin herrscht: Bis zu zwei Drittel der Restmüll-Tonnen sind mit Altstoffen wie Papier, PET-Flaschen oder Metallen gefüllt.

Altstoffsammelzentrum am Heiligen Abend offen

Die Folge: Im Vergleich zum Durchschnitt steigt das Restmüllaufkommen in den Tagen nach Weihnachten um etwa 25 Prozent, die Müllabfuhr muss Sonderschichten fahren, um die Abfälle entsorgen zu können. So waren die Müllmänner nicht nur am Heiligen Abend und am vergangenen Samstag im Einsatz, sie werden auch am Silvestertag unterwegs sein. Und auch die „braven“ Mülltrenner müssen den Abfall nicht tagelang horten: Das Altstoffsammelzentrum hielt am Heiligen Abend ebenso offen wie es das auch am Vormittag des Silvestertags von 8 bis 12 Uhr tun wird.

Aber nicht nur die Verpackung und das Essen haben nach Weihnachten rasch ausgedient, auch der Christbaum landet oft bereits am 27. Dezember im Ausgedinge. Zerkleinert kann er in der Biotonne entsorgt werden. Als Ganzes kann er, wenn er nicht höher als 1,5 Meter ist, einfach zur Biotonne dazugestellt werden. Größere Bäume müssen am Grüncontainerplatz entsorgt werden. Generell gilt: Lametta und Haken müssen restlos entfernt sein.