29 Salti pro Minute. Zwei Sekunden fehlten St. Pöltner für Wallflip-Bestleistung. Nun will er es Jury beweisen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 27. Juni 2018 (16:05)
Lisa Röhrer

Völlig außer Atem, zitternd, aber mit einem Lächeln auf den Lippen liegt Sebastian Enk auf dem Boden des Fitnesscenters. 29 Mal lief der 23-Jährige gerade innerhalb einer Minute mit Anlauf die Wand hoch, um dann einen Rückwärtssalto zu machen.

Ein Salto fehlte zu Weltrekord

Damit schaffte er genauso viele Wallflips wie der aktuelle Weltrekordhalter, ein spanischer Zirkuskünstler. „Ich wollte einen Salto mehr schaffen. Für den 30. habe ich aber leider zwei Sekunden zu lange gebraucht“, zeigt sich der St. Pöltner dann nach der Videoanalyse ein wenig enttäuscht. Fest entschlossen, den Rekord zu brechen, ist er dennoch. Ein Video von der Leistung will er nun an Guinness World Records schicken. „Damit kann ich zeigen, dass ich in der Lage bin, den Rekord zu brechen“, sagt Enk, der hofft, vor einer Jury sein Können beweisen zu dürfen.

Ein halbes Jahr trainierte Sebastian Enk hart für den Weltrekordversuch. Zur Seite stand ihm mit Fitness-Tipps und mentaler Unterstützung Personal Trainer René Eblinger (links).
NOEN, Lisa Röhrer

Dass Enk die Spitzenleistung noch einmal wiederholen und sogar übertreffen kann, davon ist sein Trainer René Eblinger überzeugt: „32 Wallflips gehen locker. Wir trainieren erst seit einem halben Jahr, wenn Sebastian jetzt dran bleibt, schafft er noch mehr“, macht Eblinger Mut. Und auch der Sportler glaubt an sich: „Ich habe ein gutes Gefühl. Meine Leistung war besser als beim Training, den 30. schaff‘ ich locker noch“, sagt Enk, der seit zehn Jahren die Trendsportart Parkour betreibt.

Mit dem Weltrekord will sich der 23-Jährige einen Kindheitstraum erfüllen: „Als ich mit zehn oder elf Jahren zum ersten Mal das Guinness-Buch der Rekorde in der Hand hielt, habe ich mir gedacht: Da muss ich einmal drinnen stehen. Jetzt könnte es mir gelingen.“