Altes Fabriksgelände als Ort für neue Kunst. Manfred Schönleitner stellt Künstlern großzügige Flächen in Industrie-Loft zur Verfügung.

Von Inge Moser. Erstellt am 27. Juli 2020 (10:42)

Der Gründer und Direktor des Wilhelmsburger Geschirrmuseums Manfred Schönleitner will der einstigen Steingutfabrik neues Leben einhauchen. Auf gut 1.000 Quadratmetern sollen sich künftig Künstler kreativ austoben und ausleben dürfen. „Es ist mir eine besondere Freude, dass ich den alten Werksstandort durch vielfache Akzente künstlerisch aufladen kann“, schwärmt Schönleitner. Das Industrie-Loft stellt er Künstlern für ihr Schaffen zur Verfügung.

Erster Vorgeschmack mit Bodypaint-Performance

Eine Gruppe hat sich bereits zu einer Art „Bauhaus“ zusammengeschlossen. Für die Verwirklichung eignen sich die historischen Räume der Steingutfabrik. Die verlassenen Arbeitsstätten werden aber auch dem Publikum als thematisch inszenierte Räume schrittweise zugänglich gemacht. Die erste große Ausstellung ist im Frühling 2021 geplant.

Einen ersten Vorgeschmack darauf gab es bereits mit der internationalen Künstlerin Elena Strubakis aus der Künstlergruppe „Stachel“. Mit einer Aktionsmalerei unter dem Titel „Seelenwelten Punkt 0“ zeigte sie eine Bodypainting-Performance in den Fabrikshallen. Die Idee stammt von Lichtdesigner Erich Heyduck und Skulpturengestalter Gerhard Malecik. Mit dabei war auch noch Maler und Bildhauer Günter Blumauer. „Licht, Zeit und Raum sind die Bausteine, die es benötigt, um Materie sichtbar zu machen“, erklärt Strubakis die Performance.