Jugendliche sorgen für Ärger im Park . „Rauchende und saufende Jugendliche“ sorgen in Wilhelmsburg für einigen Unmut.

Von Inge Moser. Erstellt am 06. Mai 2021 (03:27)
Rechts die Idylle für spielende Kinder und Spaziergeher, links allerhand Unrat in der Wiese.
privat, privat

„Da gibt es den Stadtpark, wunderschön – zur Erholung gedacht. Doch da gibt es die Jugendlichen, die Bänke bösartig und gemein beschmieren, saufen, rauchen“, schildert Mittelschullehrerin Elvira Wltschek und richtete sich online an „Kinder, Jugendliche und vor allem an Eltern“. Auch bei der BMX-Bahn spiele es sich ab. Die Kids kommen angeblich nicht nur aus Wilhelmsburg, sondern auch aus Lilienfeld oder Traisen.

Moser, Moser

Von mehreren Seiten hört man derzeit, dass Eltern mit ihren Kindern, aber auch Hundespaziergeher nicht mehr in den Stadtpark mit seinen alten, ehrwürdigen Bäumen, zum Spielplatz, zu den Bänken, gehen sollen, weil dort die Glasscherben gefährlich werden könnten, der Mist einfach „zum Himmel stinkt, ein unglaublicher Saustall“ vorzufinden sei.

„Man kann so keine Probleme lösen, indem man Aggressionen in diesen Aktionen auslebt.“ Bürgermeister Rudolf Ameisbichler

Wltschek hat in der Schule mit ihrer Klasse über den Vandalismus diskutiert, von Grenzen gesprochen, die eingehalten werden sollen. „Die Kinder haben vernünftig reagiert, es war ein tolles Gespräch“, so die Lehrerin, die von den Abschlussklassen als große Gefahr spricht. Gesetze müssten eingehalten werden, hier seien wohl die Eltern als Erziehungsberechtigte gefragt.

Gemeindemitarbeiter säubern regelmäßig

Wltschek hat auch mit Bürgermeister Rudolf Ameisbichler gesprochen. Der meint: „Wir haben bei unserer Säuberungsaktion festgestellt, dass der Vandalismus den Platz gegriffen hat. Von der Stadtgemeinde aus werden alle Müllbehälter regelmäßig durch Mitarbeiter Othmar Wolf geleert. Der ist mit seinem Auto mit dem Spruch ,Ohne Wolf wär‘s zum Heulen‘ zur Säuberung unterwegs.“

Vandalismus sei kein Kavaliersdelikt, betont Ameisbichler. Man müsse mit Strafen rechnen. „Man kann so keine Probleme lösen, indem man seine Aggressionen in diesen Aktionen auslebt.“ Das Stadtoberhaupt bittet die Bevölkerung um Meldung bei der Gemeinde. Es gibt eine Verwarnung, der Verursacher wird eine Woche lang mit Wolf mitfahren und Ordnung schaffen an den verunreinigten Stätten, kündigt Ameisbichler an. Die Polizei werde zu mehr Kontrollen angehalten.

„Leider hat keine Maßnahme wirklich Erfolg gebracht und irgendwann sind auch der Gemeinde die Hände gebunden"

Der zuständige SPÖ-Stadtrat Peter Reitzner ergänzt: „Wir als Gemeinde kümmern uns sehr wohl um das Problem, lassen die Exekutive auch präventiv den Stadtpark besuchen.“ Es seien auch Anzeigen und Platzverweise erteilt worden. Leider greifen diese Mittel nur mäßig. Wegen der BMX-Bahn ist die Gemeinde im Gespräch mit dem Initiator, um wieder den Normalzustand herzustellen.

Reitzner war auch privat abends im Park, um mit den Jugendlichen zu reden und ein Umdenken zu bewirken. „Leider hat keine Maßnahme wirklich Erfolg gebracht und irgendwann sind auch der Gemeinde die Hände gebunden“, so Reitzner.