Lustigen Oldtimer bei "Bares für Rares" ergattert. Beim österreichischen „Bares für Rares“ angeboten, kaufte der Wilhelmsburger Josef Renz jetzt das Zirkus-Auto.

Von Inge Moser. Erstellt am 27. November 2020 (03:58)
Josef Renz vom Antiquitätenzentrum in Kreisbach hat sichtlich Spaß und Freude mit seinem kürzlich erstandenen Oldtimer „Charly“.
Renz

Er sitzt auf einem bunten Oldtimer vor seinem Haus, erzählt die Geschichte dazu und dreht lachend einen Knopf nach dem anderen. Und da tutet, raucht und spritzt es, Musik trällert, ein Tonsignal ist zu hören und Blaulicht beginnt zu leuchten.

Der Antiquitätenhändler und Kunstexperte Josef Renz hat dieses einmalige Vehikel vorige Woche in Oberösterreich gekauft und mit einem Lkw heimgeholt. Angeboten wurde „Charly“ bei der österreichischen Fernsehshow „Bares für Rares“ mit Willi Gabalier.

„Charly kann 20 Stundenkilometer fahren.“ Antiquitätenhändler Josef Renz

„Sein Erbauer und Besitzer hieß Karl Püskatschek, er war 45 Jahre Mitarbeiter des ÖAMTC“, erzählt Renz begeistert über seine Neuanschaffung, „die Karosserie ist von 1933 nach einem alten Dixi-Modell, besteht aus 1.000 Teilen und hat einen Elektromotor.“

An die einhundert Funktionen sind eingebaut. „Drückt man die vielen Knöpfe, so tut sich allerhand.“ Im Einsatz war „Charly“ jahrzehntelang als lustige Einlage mit Clowns in der Zirkus-Manege, etwa bei Elfi Althoff-Jacobi und Circus Knie.

Ausgestattet ist der Wagen praktischerweise – oder spaßhalber – auch mit einem WC mit eingebautem Vergaser, und genau dort, wo der Motor war, befindet sich die Spüle.

„Das Auto schaukelt beim Fahren“, schildert der neue Besitzer lachend, „meine Neffen und Nichten wackelten mit mir schon auf meinem Grund eine Runde.“ Für den Antiquitätenhändler Renz ist es sehr wichtig, dass gerade in dieser trüben Corona-Zeit der Humor und der Optimismus nicht verloren gehen. Genau deshalb hat er jetzt auch seinen bunten, außergewöhnlichen Oldtimer „Charly“.