Museumsfrühling in alten Hallen. Die Künstlergruppe „Stachel“ zeigt Kunst zum Nachdenken in ehemaligen Fabrikhallen.

Von Inge Moser. Erstellt am 16. Mai 2021 (03:30)
Die Künstlergruppe „Stachel“ lädt zur „Reise“ durch die Daisyworld. Hier Erich Heyduck (r.) und Gerhard Malecik mit seiner Skulptur „Tribal Waters“, die schon in Paris und Ibiza präsentiert wurde.
Christa Stangl, Christa Stangl

„Wir stehen in den Startlöchern, um in der daisyworld.at die metamorphe transhumanistische Reise zu den Daisies am Samstag, 29. Mai, zum Museumsfrühling zu beginnen“, so Gerhard Malecik von der Künstlergruppe „Stachel“. Die Reise soll durch die mystischen und normalerweise verborgenen Dachbodenräume der ehemaligen Geschirrfabrik in Wilhelmsburg führen.

„Wir sind in der Endphase der Fertigstellung unserer ersten Station: Raum 1 – Die Sphäre des Atems“, erklärt Malecik. „Wir richten den Blickwinkel auf den Atem, den unmittelbarsten Moment der Gegenwart. Zeit- und gesellschaftspolitische Themen füllen diesen Raum.“ Konsum, Diskriminierung, Rassismus, Spaltung, Gier, globale Erwärmung, Pandemie: „Unsere Ausstellung soll zur Reflexion ermuntern und dazu, in unsere eigene Gedankenwelt einzudringen“, sagt Malecik. „Wie wollen wir die Zukunft gestalten? Zählt Gemeinwohl oder das Individualwohl?“

„Die Künstler können die Hallen kostenlos benützen“, so Eigentümer Manfred Schönleitner. „Sinn ist eine gegenseitige Bereicherung.“ Die Ausstellungen am authentischen Ort sollen das Publikum vergrößern und Gästen die Entwicklung des Standortes zeigen. Laufen soll die Kunstreise bis Oktober.