Neues Heim für Pepo. Fritz Kahrers Esel biss im Spiel Lämmer zu Tode. Der Besitzer war verzweifelt. Der Verein „Eselrettung“ übernahm das Tier.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 13. Juni 2019 (05:45)
Kahrer
Fritz Kahrer gab nur schweren Herzens seinen „Pepo“ her.

„Ich habe mich wirklich sehr bemüht, aber leider hat sich sein Verhalten nicht geändert“, sagt Fritz Kahrer. Der Wilhelmsburger hat sich von seinem geliebten Esel „Pepo“ getrennt. Der Grund: Das Tier hat Lämmer, mit denen er sich auf der Weide befand, zu Tode gebissen.

„Er ist nicht aggressiv. Er wollte nur spielen, aber den Biss hat die Wirbelsäule der Lämmer nicht ausgehalten“, bedauert Kahrer die Vorfälle. Er hat vor vier Jahren den elfjährigen Eselwallach aus Sparbach übernommen. Bereits damals hat das Tier, obwohl es dort unter anderen Eseln, also Artgenossen war, ein ähnliches Verhalten bei Ziegen an der Tag gelegt.

„Ich war jetzt jeden Tag bei ihm und wollte ihm sein ,zweiter alter Esel‘ sein“, gibt sich Kahrer rührselig. Doch vergebens: Eine artgerechte Lösung musste her. „Ich wollte nicht, dass er einfach in der Salami endet“, betont Kahrer. Die Eselrettung aus Leoben übernahm spontan das Tier. „Er ist verschreckt, aber wir sind zuversichtlich, dass er sich in einer großen Esel-Herde wohler fühlt“, sagt Ulrich Kettner, Obmann der Eselrettung.