Wilhelmsburg

Erstellt am 01. Mai 2018, 05:07

von Markus Zauner

Paukenschlag im Streit um die Stockerhütte. BH fällt nach Abbruchbescheid neue Entscheidung: Beliebtes Schutzhaus wurde nachträglich baugenehmigt.

Das beliebte Ausflugsziel, das sich immer noch auf Wilhelmsburger und St. Veiter Gebiet befindet, könnte schon bald abgerissen werden.  |  NOEN, Archiv

Paukenschlag im Streit um die Stockerhütte: Ein neuer Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld liegt am Tisch. Damit wird der frühere Abbruchbescheid nach genauer Prüfung eines Ansuchens der Naturfreunde, die Eigentümer der Hütte sind, obsolet. Alle bisher nicht bewilligten Zu- und Umbauten des Ausflugszieles, darunter Küche und WC-Anlagen, wurden nachträglich baugenehmigt. Das Ansuchen aus dem vergangenen Herbst war notwendig geworden, weil ein Anrainer die fehlenden Baugenehmigungen angezeigt hatte. Basis für die Neuentscheidung der BH war eine Gesetzesänderung, die besagt, dass Schutzhäuser auch über Gemeinde- und Bezirksgrenzen gebaut werden dürfen.

Die Stockerhütte, die auf der Gemeindegrenze zwischen Wilhelmsburg und St. Veit steht, darf damit nach 16 Monaten wieder eröffnen. Voraussetzung dafür sind nur mehr einige Auflagen wie die Errichtung einer Regenwasserversickeranlage oder die Stiegen-Adaptierung nach ÖNORM.

Zeitpunkt für die offizielle Wiedereröffnung steht noch nicht fest

Vorerst können die Naturfreunde nur auf eigenes Risiko aufsperren – die Anrainer haben noch vier Wochen Zeit, Beschwerde gegen die BH-Entscheidung einzulegen. Laut einer Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes müssen die Anrainer die Benutzung der Zufahrtsstraße zur Versorgung der Stockerhütte dulden.