„Wir haben St. Pölten ins Auge gefasst“. Der Landesverband könnte mit St. Pöltner Bezirksstelle zusammenziehen. Die wird wohl an einem neuen Standort gebaut.

Von Mario Kern. Erstellt am 29. September 2014 (09:25)
NOEN, Kern
Zu eng und in die Jahre gekommen: die bestehende Rot-Kreuz-Bezirksstelle in der Stöhr-Straße. Die Bezirksorganisation spricht sich für einen Neubau an einem anderen Standort aus.
Bewegung kommt in die Suche der Rot-Kreuz-Bezirksorganisation nach einem Ersatz für die zu klein gewordene Bezirksstelle in der Ludwig-Stöhr-Straße. Es gibt Überlegungen, diese mit der Zentrale des in Tulln beheimateten Landesverbands in St. Pölten zusammenzulegen.

„Natürlich würde es grundsätzlich Sinn machen, beides an einem neuen Standort zu koppeln“, kommentiert Bezirksstellen-Leiter Josef Kronister. Auch Landesverband-Präsident Willi Sauer kann den Überlegungen einiges abgewinnen: „Ja, wir haben St. Pölten ins Auge gefasst. Wie realistisch das ist, hängt aber noch von Verhandlungen ab.“ Bei einer Zusammenlegung könnten Synergien genutzt werden.

„Wir müssen bei der Entscheidung an die nächsten vierzig, fünfzig Jahre denken.“ Bezirksstellenleiter Josef Kronister

Nicht nur aufgrund dieser möglichen örtlichen Fusion spricht derzeit alles für einen Neubau der Bezirksstelle andernorts: „Mit der Errichtung an einem neuen Standort kommen wir um mindestens 200.000 Euro günstiger“, erklären Leiter Josef Kronister und Kommandant Stefan Gugerell.

„Wir müssen bei einer Entscheidung außerdem an die nächsten vierzig, fünfzig Jahre denken“, betont Josef Kronister. Die beiden anderen Varianten – ein Neubau am bestehenden Areal und eine Generalsanierung – seien vor diesem Hintergrund weit weniger realistisch geworden.

Die neue Bezirksstelle (geplant sind 2.000 Quadratmeter) werden 45 Hauptberufliche, pro Jahr 40 Zivildiener, 250 Ehrenamtliche und 60 Personen im Sozialen Dienst nutzen. Im Konzept – basierend auf den Bedürfnissen des Teams – berücksichtigt: Mehr Platz für das Schulungszentrum und mehr Platz für die Sozialen Dienste. „Bei letzteren wird der Bedarf in absehbarer Zeit enorm sein“, erklärt Stefan Gugerell.

Baustart frühestens im Frühjahr 2016

Das Konzept sei an jedem Standort mit ausreichender Fläche realisierbar, sagt Josef Kronister. Bislang gibt es noch keine Entscheidung für ein Grundstück. „Wir haben einige Flächen im Auge. Es wird auf jeden Fall in zentraler Lage sein.“

Der nächste Schritt ist die Klärung der Finanzierung. Ende des Jahres soll der Landesverband über die Bezirksstellen-Pläne entscheiden, im Frühjahr wolle man sich auf Grundstückssuche begeben, um im Frühjahr 2016 mit dem Bau zu starten.