Rekordprojekt statt Stillstand in St. Pölten. Alpenland baut auf, auch auf das Fundament des zweitbesten Geschäftsjahrs.

Von Max Steiner und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 26. Juni 2020 (05:18)
Das Bauprojekt Mühlbach Ost macht große Fortschritte. Max Steiner
Max Steiner

Betriebsamkeit herrscht beim bisher größten Projekt der Wohnbaugenossenschaft Alpenland. 260 Wohnungen entstehen am „Mühlbach Ost“. „Wir haben uns entschieden, während der Coronazeit zu starten und hatten daher fast keinen Stillstand“, erklärt Obmann Norbert Steiner. Das Vorhaben soll auch ein Beitrag zur Wirtschaftsbelebung sein.

Das starke Fundament und die klare Mission als gemeinnützige Genossenschaft versetzen das Unternehmen auch in Corona-Zeiten in die Lage, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, betont Steiner, der mit Vorstandsmitglied Isabella Stickler das zweitbeste Geschäftsergebnis in der 70-jährigen Geschichte vorlegte. 5,3 Millionen Euro betrug das Jahresergebnis im Jubiläumsjahr 2019, bei einem Umsatzerlös von 63,5 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um mehr als zwei Prozent auf rund 858 Millionen Euro (inklusive Tochterunternehmen 1,27 Milliarden Euro), die Eigenmittelquote auf 17,9 Prozent.

Miete mit Kaufoption ist weiterhin das Hauptprodukt. Bei Wohnungsangeboten strebt Alpenland Vielfalt an: Junges Wohnen ebenso wie betreutes Wohnen, sowohl geförderte, aber zunehmend auch frei finanzierte Projekte. Quartiere wie „Mühlbach Ost“ sind für den Obmann in der Zukunft Erfolgsbausteine. Weil St. Pölten sehr preissensibel geworden ist, will Alpenland dort preiswerte Wohnungen anbieten, „die dennoch attraktiv sind – mit Themengärten, Mobilitätsangeboten und Carsharing“, so Steiner.

Digitale Besichtigung und Homeoffice

Die Optimierung digitaler Services war 2019 schon an 22.600 abgearbeiteten Anfragen an die Immobilienverwaltung per modernem Ticketing-System und 360°-Rundgängen beim Wohnungsverkauf sichtbar. Corona war zudem „unfreiwilliger ,Change-Manager‘, der dauerhaft die Zusammenarbeit verändert hat“, berichtet Isabella Stickler. So ist für die Mitarbeiter des Wohnungsanbieters auch Homeoffice eine Möglichkeit.