Vierte Corona-Welle: St. Pöltner Teststraßen rüsten auf

Städtische Teststraße weitet Antigen-Testangebot aus. Klagen über 2G-Regel bei Wirten, Absagen und Alternativprogramm.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:13
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Täglich bilden sich vor den Testcontainern bei Metro lange Schlangen. Das Angebot wird angenommen.
Foto: Steiner

Die Inzidenz in der Landeshauptstadt hat zu Beginn der Woche die Tausendermarke geknackt. Trotz der neuen Verordnung, die für Gastronomie, Veranstaltungen und körpernahe Dienstleister zwei statt drei G vorsieht.

Leo Graf zufrieden: „Der Besuch war wirklich gut!“,

„Wirklich gespürt haben wir 2G nicht – der Besuch war wirklich gut!“, berichtet Wirt Leo Graf von den ersten Tagen. Viele Gäste hätten erzählt, dass sie sich jetzt ein wenig sicherer fühlten. In Sachen Weihnachtsfeiern schaue es nicht ganz so rosig aus. „Da gibt es einige Absagen. Vor allem die großen mit vielen Personen.“

Graf sieht es aber auch positiv: „Zum Glück gibt’s jetzt ein paar kleinere, die die freien Termine nutzen können.“ Über 30 bis 40 Prozent weniger Umsatz in der letzten Woche klagt allerdings Christian Widgruber vom „Roten Hahn“: „2G tut schon sehr weh!“ Auch dort wurden bereits einige Feiern abgesagt. Es sei keine leichte Zeit.

Im Nårrnkastl ließen sich in den ersten Tagen kaum Gäste blicken und der Umsatz war mau. Am Wochenende hat es laut Inhaber Otto Schwarz aber wieder angezogen: „Wie es weitergeht, trau’ ich mich aber nicht zu sagen.“

Großer Andrang bei Teststraßen, Lob für Metro

Viel los ist aufgrund der 3G-Regelung für den Arbeitsplatz bei den Teststraßen. In der Metro-Teststraße werden rund 1.500 Antigen-Tests pro Tag durchgeführt. Diese ist täglich geöffnet. „Der Andrang ist riesig. Die Leute kommen gerne zu uns“, sagt ein Insider der Teststation bei Metro.

Lob der Teststraßenkunden langte auch in der Redaktion ein. „Die Metro-Teststraße ist sieben Tage die Woche fast den ganzen Tag offen. Die jungen Leute sind sehr nett und freundlich. Das gehört gelobt“, findet eine NÖN-Leserin.

Die städtische Teststraße im Saal der Begegnung wurde aufgrund der Nachfrage wieder ausgeweitet. Dort gibt es nun Montag von 7 bis 14.30 Uhr, Dienstag bis Freitag von 14.30 bis 19.30 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr die Möglichkeit, sich testen zu lassen.

PCR-Test gibt es jetzt aus dem Spar-Markt nur mehr mit Online-Registrierung oder in Apotheken und im PVZ Harland. Testungen von Firmen, wie bei Metro, seien derzeit nur als Antigen-Test möglich, weil nur zehn Euro vom Bund übernommen werden. „Das geht sich für den PCR-Test nicht aus“, meint der Insider.

Corona-Regeln sorgen für Absagen und Alternativen

Die Entwicklung der Corona-Zahlen hat in der Region auch schon für einige Absagen gesorgt. Manche Veranstalter reagieren mit Kreativität und bieten Alternativen und Ergänzungen.

Umdisponiert hat man etwa beim Kinder- und Jugendbuchfestival (KiJuBu) in St. Pölten. Die angemeldeten Schulklassen aus Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol können nun nicht anreisen, deshalb stellt das Team ein Streaming-Angebot zur Verfügung. Als Alternative bietet KiJuBu jeden Nachmittag von Dienstag, 16., bis Sonntag, 21. November, Programm für Familien im Museum NÖ.

„KiJuBu ist immer ein Abenteuer, wenn auch nicht immer in unserem Sinne“, betont Intendant Christoph Mauz zur Tatsache, dass KiJuBu nach monatelangen, intensiven Vorbereitungen ein zweites Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt stattfinden kann. Mehr zum Programm auf www.kijubu.at.