Leiner-Stadtquartier: Planungsstart für City-Projekt. Architekten-Team erarbeitet städtebauliches Konzept, ein Fachbeirat ist von Anfang an dabei.

Von Daniel Lohninger und Martin Gruber-Dorninger. Update am 14. April 2020 (13:40)
Das Planungsverfahren für das Leiner-Stadtquartier wurde gestartet. Ein städtebauliches Konzept soll Anfang Juli vorliegen. Fix ist bereits jetzt: Die Fassaden auf der Rathausplatz-Seite bleiben bestehen.
SIGNA/Franz Brück

Die Corona-Krise hat keine Auswirkungen auf die Pläne für das Leiner-Stadtquartier. Das betont Christoph Stadl huber, CEO des Bauherren Signa Real Estate, im Gespräch mit der NÖN. In der Vorwoche wurde von einem Architekten-Team das Planungsverfahren gestartet.

Ziel ist es, dass Anfang Juli ein städtebauliches Konzept mit ersten Details der architektonischen Vorentwurfsplanung steht. Nach der Ausarbeitung der Detailpläne soll im Frühjahr 2021 mit den Abbrucharbeiten begonnen werden. Die Eröffnung des Leiner-Stadtquartiers ist Anfang 2024 geplant.

„St. Pölten ist eine aufstrebende Stadt in der Nähe von Wien mit einem Bahnhof im Zentrum. Solche Vorteile haben nicht viele Standorte, weshalb dieses Innenstadt-Projekt für uns eine besondere Bedeutung hat“, erklärt Stadlhuber. Er betont zugleich, dass die architektonische Qualität des Millionen-Projekts bereits in der Konzeption eine wesentliche Rolle spielt. So wird bereits in der Vorplanungsphase dem Architekten-Team ein Fachbeirat mit Experten für Architektur, Denkmalschutz und Stadtplanung zur Seite gestellt.

Das Leiner-Stadtquartier wird sich vom Rathausplatz über den Roßmarkt bis zur Julius-Raab-Promenade erstrecken. Hier geplant sind ein Hotel mit Gastronomie, ein Kongresszentrum, 150 City-Wohnungen sowie eine moderne Leiner-Filiale mit etwa 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die bestehende Leiner-Tiefgarage bleibt erhalten.

Die besondere Herausforderung für die Planer besteht darin, die denkmalgeschützten Fassaden auf der Seite des Rathausplatzes – dazu zählt auch die ehemalige Bestattung – zu erhalten und mit der modernen Funktionalität eines Quartiers zu vereinen. Für Stadlhuber ist das eine Herausforderung, der sich Signa gerne stellt: „Eine gelungene Einbettung dieses Projekts in das historische Zentrum macht ja den besonderen Reiz dieses Quartiers aus.“

Bürgermeister Matthias Stadler sieht im Leiner-Projekt ein Schlüsselprojekt für die Innenstadt und einen Garanten dafür, „dass St. Pölten auch nach der Krise die positive wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen kann“.