Uniklinikum St. Pölten produziert Salben für Spitäler. Die Apotheke des Uniklinikums darf nun nicht nur für den Eigengebrauch produzieren, sondern auch für andere Krankenhäuser.

Von Thomas Werth. Erstellt am 02. Juni 2019 (04:28)
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Die Krankenhaus-Apotheke wurde vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitsweisen als Produktionsbetrieb zertifiziert.

Die St. Pöltner Krankenhausapotheke darf sich über eine Betriebsbewilligung zur Herstellung von Arzneimitteln freuen. Damit kann sie nicht mehr nur für die Krankenhäuser St. Pölten und Lilienfeld selbst produzieren, sondern auch für derzeit neun weitere Kliniken innerhalb der Holding.

Die rund 2.800 Quadratmeter große Apotheke wurde Ende 2014 mit dem Logistikzentrum eröffnet. Die Pläne für die Zertifizierung wurden dabei schon beim Bau berücksichtigt, daher waren auch jetzt keine Adaptierungen mehr nötig. Derzeit arbeiten dort 34 Mitarbeiter, davon elf Apotheker.

„Wir garantieren dadurch vor allem die Patientenversorgung mit Medikamenten, die nicht in der benötigten Form oder Dosierung am Markt zur Verfügung stehen“

Hergestellt werden in der Krankenhausapotheke unter anderem Salben, Zäpfchen, Tropfen, Infusionen und Säfte. „Wir garantieren dadurch vor allem die Patientenversorgung mit Medikamenten, die nicht in der benötigten Form oder Dosierung am Markt zur Verfügung stehen“, erklärt Holding-Sprecher Thomas Wallner. Als Beispiel nennt er Zubereitungen für Kinder- und Augenabteilungen.

Neben Herstellung und Logistik bietet die Apotheke eine klinisch-pharmazeutische Betreuung und unterstützt Ärzte sowie die Pflege durch die Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen.