Umweltschutz: Aus zwei mach' ein Referat am St. Pöltner Magistrat

Leiterin des Bereichs Lebensraum in Pension, Thomas Zeh übernimmt.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:48
Lesezeit: 2 Min
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Thomas Zeh (r.) und Tatjana Fischer (l.) verabschiedeten Ingrid Leutgeb-Born vom Referat Umweltschutz – Lebensraum in den Ruhestand.
Foto: Nadja Straubinger

Die letzten zehn Jahre waren es zwei Referate im Magistrat, die sich mit Umweltschutz beschäftigten: Ingrid Leutgeb-Born als Leiterin des Bereichs „Lebensraum“ und Thomas Zeh als Leiter des „technischen Umweltschutzes“.

Nun ging Leutgeb-Born in Pension und die Referate werden zusammengelegt. Die Agenden der St. Pöltnerin übernimmt Tatjana Fischer: „Der Umweltschutz begleitet mich seit der Schulzeit.“

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Nature Challenge & Fledermausnacht bleiben in Erinnerung

30 Jahre war Ingrid Leutgeb-Born am Magistrat tätig, die ersten 20 Jahre mit dem Schwerpunkt auf die Tätigkeit als Lärmsachverständige. In den letzten zehn Jahren beschäftigte sie sich mehr mit der Gewässer- und Wildwasseraufsicht.

„Fünf Wildbäche gibt es im Südosten des Stadtgebiets“, berichtet Leutgeb-Born. Diese zeichnen sich durch ihre Steilheit, das schnelle Anspringen bei Niederschlägen und das Mitnehmen und Ablagern von Geschiebe aus. Mit 2010 übernahm sie auch die Organisation des St. Pöltner Umweltpreises, der jedes Jahr von der Stadt an Schulklassen vergeben wird.

Auch über den Job hinaus waren ihr der Natur- und Umweltschutz ein wichtiges Anliegen. Schon bei ihrem Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien war sie viel draußen und das genoss sie auch beim Magistrat, ein reiner Bürojob wäre nichts für sie gewesen. „Mir liegt der Klimaschutz sehr am Herzen, ich bin viele Jahre mit dem Rad ins Büro gefahren“, erzählt die St. Pöltnerin.

Es gibt viele Dinge, die Leutgeb-Born in Erinnerung bleiben werden, aber zwei besonders: die gute Resonanz bei der ersten Teilnahme St. Pöltens an der City Nature Challenge im Vorjahr und die Fledermausnacht im Stadtmuseum 2011. „Da war wirklich alles perfekt, von der Organisation über das Wetter bis zur Veranstaltung. 250 Leute sind gekommen, das war sehr überraschend“, erinnert sich Leutgeb-Born.

Vom Umweltpreis bis zur Biotopkartierung

Ruhig war es in den letzten Jahren nie beim Umweltschutzreferat und das wird es auch künftig nicht sein. Der studierte technische Chemiker Thomas Zeh und die Landschaftsplanerin Tatjana Fischer, sie begleitete Leutgeb-Born schon ihr letztes Arbeitsjahr, haben einige Projekte. Der Umweltpreis, den die Stadt in Kooperation mit der NÖN vergibt, beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema „Biotope und Wildnis in der Stadt“.

„Heuer wird es Unterstützung von Experten für die Pädagogen geben“, erklärt Zeh. Außerdem wird wieder der Energiesparmeister gesucht. Die „Pro Planet Week“ wird heuer wieder stattfinden und auch die Teilnahme an der City Nature Challenge in Kooperation mit dem Museum ist fix. „Bis Ende des Jahres läuft auch noch die Biotopkartierung in St. Pölten“, so Zeh.