Operetten-Kritik: Eine Nacht in Venedig

...verbringen kann man in der Sommerarena Baden pausenlose 90 Minuten lang.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 02:19

Regisseur Thomas Smolej hat den Strauß’schen Operettenklassiker nicht nur stark gekürzt (kein Schaden), sondern auch ins Heute transferiert (nicht ganz ohne Schaden).

Der Herzog von Urbino mutiert zum Chef einer Airline (Iurie Ciobanu erfreut mit guter Stimme), Klemens Kerschbaumer sorgt ebenfalls für stimmliche Qualität und bringt es als Caramello zum Aufsichtsratsvorsitzenden, die Damen halten musikalisch durchwegs mit, das gut disponierte Orchester unter Michael Zehetner spielt teilweise aus den Logen. Aus dem venezianischen Maskenfest wird eine Kostümparty zum Thema „Superhelden und Märchenfiguren“, was der Sache einen leicht infantilen Touch einbringt.

Fazit: Eher Caorle als Venedig, aber insgesamt ein kurzweiliger Operettenabend.