Theater-Kritik: „Ein seltsames Paar“

Erstellt am 19. Juli 2022 | 23:52
Lesezeit: 2 Min
Neurotisch: Alexander Jagsch (r.) und Gregor Seberg in Berndorf.
Neurotisch: Alexander Jagsch (r.) und Gregor Seberg in Berndorf.
Foto: Andreas Tischler
Da ist Intendantin Kristina Sprenger mit Neil Simons Kultkomödie aus den 1960ern allerdings ein Coup gelungen:

Gregor Seberg als cholerisch-chaotischer Oscar und Alexander Jagsch als sein neurotischer Pedant Felix laufen in der launigen und temporeichen Inszenierung von Susi Weber zur Hochform auf und demonstrieren, wie man auch nonverbal herrlich Theater spielen kann, wenn etwa Jagsch mimisch leidet und Seberg den nächsten Wutanfall unterdrückt.

Auch im Umfeld passt alles kongenial (Robert Kolar, Michael Duregger, Markus Hamele, David Fuchs). Kristina Sprenger und Doris Hindinger als kauziges Schwesternpaar ergänzen das Ensemble perfekt. Da braucht’s keine bemühten Aktualisierungen, wenn gute Leute am Werk sind.

Fazit: Unterhaltsamer Boulevard-Klassiker in großartiger Besetzung, perfekt inszeniert.