Musical-Kritik: Jungle Book. Disney? Nein, Wilson. Robert. Der braucht keinen Zeichentrick, damit sein Dschungel lebt.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 30. September 2020 (03:38)
Erzählt die Geschichte(n) aus dem „Dschungelbuch“: Robert Wilsons Elefantenmädchen im St. Pöltner Festspielhaus.
Lucie Jansch

Und der braucht keinen Bob Sherman, damit sein Dschungel klingt. Nein, bei Robert Wilson (Regie, Bühne, Licht) kichern die Elefanten im Nachthemd, flirten die Wölfe in der Jeansjacke, schnurren die Panther im Samtkleid, swingen die Bären in der Karohose, brüllen die Tiger am Plüschsofa und tanzt der kleine Mowgli in Shorts und Sneakers im St. Pöltner Festspielhaus so mitreißend, dass man am liebsten hineinspringen möchte, in dieses „Dschungelbuch“.

Und die (Live-)Musik von CocoRosie tanzt so groovig zwischen Jazz und Blues und Rap und Dixie, dass man am liebsten mitshaken möchte. Ebenso cool wie poetisch: das Bühnenbild in Schwarz-Weiß-Grün-Pink.

Fazit: Ein Dschungel, der singt und swingt und träumt und lacht. Wow!