Theater-Kritik: Das Leben ist lebenswert!. Eine Revue? Jetzt? Unbedingt! Erst recht, wenn sie so leidenschaftlich daherkommt wie in Blindenmarkt.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 14. Oktober 2020 (09:17)

Dort spielt man heuer statt eines Operettengiganten gleich vier (Léhar natürlich und Stolz, aber auch Straus und Dostal). Und das so mitreißend, dass man gleich auf die Showtreppe springen und mittanzen möchte. Da fliegen die Anekdoten (galant: Wolfgang Doschs Conférencen) und die Noten (spielfreudig: das Salonorchester Ybbsfeld unter Kurt Dlouhy), da rauschen die Roben (großartig: Irina Hofers Kostüme) und regnen die Rosen, da fliegen die Herzen (charmant: Clemens Kerschbaumer) und kichern die Soubretten (grandios: Verena Barth-Jurca und Svenja Kallweit), da blödeln die Herren (komisch: Peter Kratochwil und Willi Narowetz) und feiern die Freunde.

Fazit: Ein rauschender Reigen vom Zarewitsch bis zur Klingelfee – zum Mitfeiern und Mitleben!