Bastien und Bastienne.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 11. Juli 2017 (15:10)
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Unwiderstehlich: Megan Kahts als Mozarts Bastienne in Altenburg
Barbara Palffy

Drei Stunden und fünf Akte? Braucht er nicht, der Wolferl. Weil: Große Musik – und große Gefühle – gehen sich beim jungen Herrn Mozart auch in einer knappen Stunde aus. Erst recht, wenn sie so blühend verpackt sind wie in Bernd Bienerts liebevoll-historischen Kostümen.

Wenn sie so leidenschaftlich gespielt sind wie vom zugehörigen Originalklang-Ensemble (mitreißend: Konzertmeister Dimitris Karakantas). Und: Wenn sie so bezaubernd dargestellt und so berührend gesungen werden wie von Megan Kahts als Schäferin, die glaubt, ihr Schäfer wäre ihr untreu. Und obwohl das vom Barock schon meilenweit entfernt ist, passt darauf auch Franz Schuberts fast schon satirisches Jagdstückchen über einen „Hochzeitsbraten“ wunderbar.

Fazit: Zwei kleine, klassische Kostbarkeiten voller Lust & Komik im prachtvoll-barocken Rahmen